Fußball

Fußball Trainer Doll verzweifelt an den Auftritten seiner Elf

Hannover am Boden

Archivartikel

Stuttgart.Immerhin die Worte fehlten Thomas Doll nicht. „Angsthasenfußball“, „Grottenkick“, „Wahnsinn“: Der Trainer von Hannover 96 sparte bei der gnadenlosen Generalabrechnung mit seinen Spielern nicht. Aber was nach dem 1:5-Debakel beim VfB Stuttgart noch Hoffnung auf den Klassenverbleib machen soll, das wusste selbst der redselige Doll nicht. Angehen will er die scheinbar unmögliche Mission aber trotz aller Verzweiflung. „Wenn ich das Gefühl hätte, nicht nah an der Mannschaft zu sein, wäre ich der Erste, der hier seine Tasche packt und sagt: „Komm, macht’s ohne mich““, sagte der 52-Jährige.

Doll macht also weiter. Seine Mannschaft dagegen habe mit dem desolaten Auftritt beim VfB den „Rücktritt aus der Bundesliga“ eingereicht, schrieb der „Kicker“. Tatsächlich ist die Bilanz unter Doll niederschmetternd. Erst fünf Spiele hat der Nachfolger von André Breitenreiter als Trainer von Hannover 96 erlebt. Vier davon gingen verloren, 14 Gegentreffer kassierten die Niedersachsen in dieser Zeit, lediglich drei eigene Tore gelangen. In seiner Bundesliga-Historie war Hannover angesichts von 14 Punkten nach 24 Spielen nie schlechter. „Ich habe mir das ganz anders vorgestellt. Auch meine Rückkehr in die Bundesliga“, schimpfte Doll.

Mannschaft und Trainer betonen zwar die gute Trainingsarbeit sowie Dolls Eifer – in der Tabelle hat 96 aber nun fünf Punkte Rückstand auf den VfB auf dem Relegationsrang und sogar sieben auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. dpa