Fußball

Fußball 2:1-Heimerfolg über Werder Bremen verschafft den Niedersachsen Luft im Bundesliga-Abstiegskampf / Harnik und Klaus treffen

Hannover baut sein Polster aus

Archivartikel

Hannover.Hannover 96 hat seine Negativserie beendet und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga gemacht. Die Niedersachsen gewannen am Freitagabend zum Auftakt des 29. Spieltags mit 2:1 (2:0) gegen Werder Bremen und bauten ihr Polster auf den Relegationsrang vorübergehend auf neun Punkte aus.

Vor 49 000 Zuschauern im ausverkauften Hannoveraner Stadion erzielten Martin Harnik (17.) und Felix Klaus (42.) die Tore für die Elf von Trainer André Breitenreiter, die nach zuletzt fünf Niederlagen nacheinander erstmals seit Februar wieder als Sieger vom Feld ging. Ishak Belfodil traf für Werder (74.).

In der Tabelle rückte 96 mit 35 Zählern bis auf einen Punkt an die Gäste aus Bremen heran. Werder hatte aus den vergangenen fünf Partien 13 Zähler geholt und unter der Woche den Vertrag mit Trainer Florian Kohfeldt bis 2021 verlängert. Die zaghaften Träume von Europa dürften für den Erfolgscoach und sein Team nach der Auswärtsniederlage endgültig beendet sein.

Die zuvor schlechten Ergebnisse und zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle merkte man Hannover zu keinem Zeitpunkt der Partie an. Mit viel Engagement und Pressing teils schon am gegnerischen Strafraum setzten die Gastgeber Werder schon zu Beginn unter Druck. 96 spielte immer wieder über die linke Seite und den agilen Klaus. Dessen erste Flanken fanden zwar keinen Mitspieler, doch als der 25-Jährige nach einer guten Viertelstunde auf Miiko Albornoz passte und dieser flach nach innen gab, war Harnik zur Stelle und spitzelte den Ball in die kurze Ecke.

Insgesamt zeigten sich die Bremer im ersten Durchgang nur selten in der Gefahrenzone des Gegners. Auch nach dem 1:0 machten es die Niedersachsen gut, präsentierten sich zweikampfstark und ließen die zuletzt so erfolgreichen Bremer kaum zur Entfaltung kommen. Anders als in den vergangenen Wochen wirkte der SVW häufig hektisch, unkonzentriert – und wurde am Ende von Hannover für diese Schwächen bestraft. dpa