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Fußball Karlsruhes Pokalheld Philipp Hofmann wünscht sich jetzt Schalke 04 als Gegner im Achtelfinale

„Hatte keine Lust auf Verlängerung“

Archivartikel

Karlsruhe.Für die Pokal-Auslosung hat Matchwinner Philipp Hofmann einen speziellen Wunsch. „Schalke ist so mein Jugendverein gewesen, das wäre mal noch ein Highlight“, sagte der Stürmer, der für den Karlsruher SC so wertvoll geworden ist. Diesmal machte der erfolgreichste Zweitliga-Torschütze der Badener auch im Pokal den Unterschied. Dank Hofmann steht der KSC erstmals seit 2013 wieder im Achtelfinale und ist am Sonntag noch im Lostopf mit dabei.

Per Kopf in der 85. Minute

Per Kopf hatte der 26-Jährige beim 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg über den Liga-Konkurrenten Darmstadt 98 den entscheidenden Treffer erzielt. In der 85. Minute wuchtete er eine Vorlage von Anton Fink ins Tor. „Ich hatte, ehrlich gesagt, keine Lust mehr auf Verlängerung“, bekannte der gebürtige Sauerländer anschließend verschmitzt.

Sieben Zweitliga-Tore hat Hofmann in seiner ersten Saison für den Aufsteiger schon verbucht, nur Manuel Schäffler (8) von Wehen Wiesbaden und der Bochumer Silvere Ganvoula (8) waren an den ersten elf Spieltagen erfolgreicher.

So gut lief es für Hofmann allerdings nicht immer. Nach seinem Einstieg ins Profigeschäft im Dezember 2011 beim FC Schalke 04 wechselte er immer wieder den Verein und lief in knapp acht Jahren für sieben weitere Vereine auf. Stammkraft wurde er nie. „Ich hatte ihn lange schon auf dem Radar“, bekannte Trainer Alois Schwartz einmal. Beim Karlsruher SC hat er dem 1,85-Meter-Mann nun offenbar das passende Umfeld geschaffen. Im Sturm des KSC jedenfalls ist Hofmann in dieser Saison kaum noch wegzudenken.

„Das war schon hohes Niveau. Ein Qualitätsunterschied“, sagte Schwartz am Dienstagabend und lobte: „Den Treffer muss man erstmal machen. Halb im rückwärts laufen und der Ball hatte keinen Druck.“Ein taktischer Kniff des KSC-Trainers hatte die Grundlage für Hofmanns Siegtreffer gelegt. „Wir haben den Weihnachtsbaum aufgebaut und Philipp hat eine Kugel drangehängt“, sagte er.

System „Tannenbaum“

Denn zum ersten Mal in seiner Amtszeit hatte Schwartz ein 4-3-2-1-System („Tannenbaum“) gewählt. „Wir haben es lediglich einmal an der Tafel erklärt“, sagte der 52-Jährige. Diese Taktik und die Rückkehr von Lukas Fröde hätten es der Offensive der Lilien, die zuvor vor eigenem Publikum zehnmal ungeschlagen waren, schwergemacht. Im Training erprobt habe man das neue System vorher nicht. dpa