Fußball

Fußball Zieht Außenseiter am VfB Stuttgart vorbei?

Heidenheims Chance

Archivartikel

Stuttgart/Heidenheim.Den VfB Stuttgart und den 1. FC Heidenheim trennen in vielerlei Hinsicht Welten, aber in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga liegt gerade mal ein Punkt zwischen ihnen. Gewinnt der kleine Club von der Ostalb am Mittwochabend (18.30 Uhr) beim großen schwäbischen Nachbarn, würde er also am Aufstiegsfavoriten vorbeiziehen.

Sportlich scheinen die Unterschiede zwischen dem Dritten und Vierten der Tabelle aktuell also gar nicht so groß, wie sie vor allem von den finanziellen Voraussetzungen her sein müssten. Außerdem hat der FCH schon mal bewiesen, dass er dem VfB gefährlich werden kann.

Ein Freitagabend im September: Den 9. September 2016 würden die meisten VfB-Fans am liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen. Das erste Duell der beiden schwäbischen Rivalen in der Stuttgarter Arena gewann der FCH überraschend mit 2:1 – was nicht nur zu lautstarken Pfiffen, sondern auch zur Trennung des damaligen VfB-Trainers Jos Luhukay führte.

Die Voraussetzungen: „Wenn alles normal läuft in so einem Spiel, kann man davon ausgehen, dass der VfB Stuttgart seine Heimspiele gewinnt, egal gegen wen, auch gegen uns“, sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt vor dem vierten Aufeinandertreffen beider Clubs in der 2. Liga. Wenn alles „normal“ gelaufen wäre, müsste der VfB angesichts des teuersten Kaders, der besten finanziellen Voraussetzungen und der großen Fan-Unterstützung an der Tabellenspitze stehen. „Aber 2. Liga ist nicht immer normal“, ergänzte Schmidt.

Die Zahlen: Dass beim VfB die Hinrunde alles andere als nach Wunsch verlaufen ist, lässt sich nicht nur anhand der Trennung von Trainer Tim Walter ablesen. 24 Gegentore haben die Stuttgarter bereits eingefangen, Heidenheim dagegen stellt mit gerade mal 18 kassierten Treffern die beste Defensive der Liga. Auch 30 erzielte Tore entsprechen nicht den Vorstellungen der VfB-Verantwortlichen, selbst wenn man damit drei mehr als Heidenheim auf dem Konto hat. Aber was die Torjäger angeht, liegt der FCH wieder vorne. Bester Zweitliga-Torschütze ist Neuzugang Tim Kleindienst (7), beim VfB führt Al Ghaddioui (5) die interne Rangliste an. dpa