Fußball

Fußball Köln-Vorstand sieht Wechsel-Absprache verletzt

Heldt kritisiert Beierlorzer

Archivartikel

Köln.Zwischen Sportchef Horst Heldt vom 1. FC Köln und Fußball-Trainer Achim Beierlorzer von Mainz 05 ist beim Spiel am Sonntag (2:2) ein Streit über die neue Wechselregel entbrannt. Köln warf Mainz vor, mit dem Wechsel von drei Spielern in der 83. Minute gegen ein Gentlemen’s Agreement unter den Vereinen verstoßen zu haben.

„Natürlich hat Mainz regelkonform gehandelt“, sagte Heldt: „Aber wir hatten ein Agreement unter den Vereinen formuliert, dass sich alle daran halten sollten, maximal zwei Spieler auf einmal zu wechseln. Deshalb wurde es emotional.“ Beierlorzer erklärte, es habe „irgendwann mal diese Idee der DFL gegeben.“

13 Vereine nutzten neue Regel

Die „Kommission Fußball“ der Deutschen Fußball Liga – zu der auch der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder gehört – hatte am Freitag die Empfehlung ausgesprochen, maximal zwei Spieler gleichzeitig einzuwechseln. In jener Mitteilung stand auch die geänderte Vorgabe, dass die Wechsel zu drei Zeitpunkten plus der Halbzeitpause stattfinden dürfen. Die Mainzer hatten laut dem „Express“ zunächst moniert, dass der FC in der Pause und danach noch zu drei weiteren Zeitpunkten gewechselt hat. Beierlorzer, bis November Trainer in Köln, erklärte später, man wisse, dass das regelrecht gewesen sei.

Grundsätzlich sind seit dem vergangenen Wochenende bis Saisonende fünf Wechsel erlaubt. Von den 16 Vereinen, die am Wochenende im Einsatz waren, nutzte die Hälfte das volle Kontingent aus. Fünf Teams wechselten vier Mal, nur Bayern München, VfL Wolfsburg und RB Leipzig begnügten sich mit den bisher erlaubten drei Wechseln. Drei Spieler auf einmal tauschte bis auf die Mainzer kein Verein aus. dpa

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