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Fußball Salah und Firmino fehlen im Duell mit Barcelona

Herkulesaufgabe für Liverpool

Archivartikel

Liverpool.So ganz abgeschrieben hat Jürgen Klopp die Hoffnung auf ein Wunder noch nicht. „Weil es Fußball ist, ja“, sagte der Coach des FC Liverpool vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Barcelona an diesem Dienstag (21 Uhr/Sky). An der Anfield Road müssen die Reds gegen das Ensemble um den im Hinspiel überragenden Lionel Messi eine 0:3-Niederlage wettmachen. „Wir werden es mit allem, was wir haben, versuchen“, kündigte Klopp an. Auf die Frage, was sich ändern müsse im Vergleich zur vergangenen Woche, scherzte er: „Das Ergebnis.“

Nach dem klaren Ausgang, der dem Spielverlauf im Camp Nou nicht ganz gerecht wurde, gab sich Klopp zurückhaltender als sonst. „Es ist nicht der Abend, um große Töne zu spucken und Dinge zu sagen wie: Es ist erst Halbzeit, wir brauchen ein frühes Tor, und all solche Sachen“, sagte der 51-Jährige, der zudem auch noch auf seine Top-Stürmer Mohamed Salah und Roberto Firmino verzichten muss.

Verhaltener Optimismus

„Zwei der besten Angreifer der Welt fehlen und wir müssen vier Tore schießen. Das macht das Leben nicht leichter, aber so lange wir elf Spieler auf dem Feld haben, werden wir es versuchen“, sagte Klopp, verkündete am Montag aber auch verhalten-optimistisch: „Wir müssen bereit sein für 95 Minuten, vielleicht auch länger.“

Auf einen Gegner, der die Partie auf die leichte Schulter nimmt, darf Klopp wohl nicht hoffen. Barça-Trainer Ernesto Valverde schonte am Samstag beim 0:2 im Liga-Duell bei Abstiegskandidat Celta de Vigo praktisch die gesamte Stammformation. Messi, Nationaltorwart Marc-André ter Stegen und sechs weitere Stützen gehen ausgeruht ins Duell gegen Liverpool. Diese Strategie brachte den seit dem vorigen Wochenende erneut als Meister feststehenden Katalanen in Spanien derweil allerdings den Vorwurf der „Wettbewerbsverzerrung“ ein. Ob Valverde diese Kritik getroffen hat, weiß man nicht. Der 55-Jährige ist ein Trainer der leisen, zurückhaltenden Töne. Wenn er etwas unterstreichen will, hebt er die Stimme nur ganz leicht. Etwa, als er vor dem Rückspiel in Liverpool daran erinnerte, dass ein Drei-Tore-Vorsprung aus eigener Erfahrung keine Garantie ist.

„Voriges Jahr hatten wir auch einen Drei-Tore-Vorsprung, und man hat uns dennoch ausgeschaltet“, warnte er dieser Tage in Anspielung auf das Viertelfinal-Aus vergangene Saison gegen AS Rom (4:1, 0:3). Das ist aber auch bisher die einzige Niederlage von Barcelona in 21 Königsklassen-Begegnungen unter der Ägide Valverdes.