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Fußball Chancen des Bammentalers steigen, langfristig Cheftrainer beim FC Bayern zu bleiben

Heynckes preist Flick an

München.Die „Bayern Bazis Romantische Straße“ bejubelten Hansi Flick auch nach der ersten Niederlage, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge stellte sogar eine längere Amtszeit in Aussicht. „Wir haben mit ihm und in ihm einen Trainer, der gut zur Mannschaft passt“, würdigte Rummenigge den Coach am ersten Advent. „Wir haben verabredet, dass wir erstmal bis Winter weitermachen. Dann setzen wir uns nach dem letzten Spiel mit ihm gemeinsam hin, werden das besprechen und machen möglicherweise auch darüber hinaus weiter.“

Nach vier Siegen mit 16:0 Toren verhagelte das 1:2 gegen Bayer Leverkusen einigen Münchner Profis erstmal die Laune. Bei den Fan-Treffen in Österreich oder Südtirol, aber vor allem in Bayern war die Stimmung wieder besser. Flick wurde mit Riesenbeifall und der Champions-League-Hymne in Feuchtwangen begrüßt, ließ sich mit dem Bauernballett fotografieren. Der 54-Jährige äußerte am Sonntag die Hoffnung, die Anhänger noch „lange und oft“ im Stadion zu sehen.

Und das bis zum Saisonende als Bayern-Trainer? Gut möglich, denn trotz der Premieren-Niederlage stimmte Vorstandschef Rummenigge eine weitere Lobeshymne auf den neuen Münchner Trainer-Liebling an. „Das Wichtigste ist die Spielqualität, ist der Matchplan und das stimmt bei Hansi Flick. Deshalb ist bei mir auch nach dem Spiel keine Veränderung in der Bewertung festzustellen“, sagte Rummenigge. Der Bammentaler habe das „Mosaik“ aus „individueller Qualität“ zusammengefügt. Rummenigge war am Tag nach der Niederlage mit Münchner Chancenwucher weiter zuversichtlich, dass der Rückschlag auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft nichts am grundsätzlichen Aufschwung unter dem Nachfolger von Niko Kovac ändert. „Es ist wichtig, dass wir uns durch die drei nicht gewonnenen Punkte nicht zu sehr aus der Bahn werfen lassen und weiter machen mit der Spielqualität“, sagte Rummenigge.

Der in einem Jahr scheidende Vorstandschef, dessen Nachfolger Oliver Kahn am Samstag schon durch die Katakomben schlenderte, schloss auch einen Verbleib von Flick über den EM-Sommer 2020 hinaus nicht aus. Wenngleich er auf die Frage danach nicht konkret einging. „Das werden wir besprechen, in aller Ruhe“, sagte Rummenigge.

Einen prominenten Fürsprecher hat Flick jedenfalls. „Der FC Bayern München besitzt nun die große Chance, über einen längeren Zeitraum einen Trainer zu haben, der eine Epoche prägen kann“, schrieb der frühere Münchner Erfolgscoach Jupp Heynckes in einer Kolumne des Fachmagazins „Kicker“ und fügte hinzu: „Hansi Flick ist prädestiniert für die Aufgabe als Cheftrainer des FC Bayern und der ideale Mann für diese Position.“ Der frühere Assistent von Joachim Löw sei „ein Juwel“ und müsse „gefördert werden“.

Trotz der Niederlage gegen Bayer konnte auch Thomas Müller am Sonntag wieder scherzen, als er die Blaskappelle beim Fanclub „Red Kinis ‘99“ dirigierte. Trotz des ersten Bundesliga-Tors nach acht Monaten und 21 Spielen war er am Vorabend besonders frustriert. „Das Tor hätte ich mir gerne gespart“, meinte ein mürrischer Müller. Sein zwischenzeitlicher Ausgleich war gegen den Doppelpack durch Leverkusens Leon Bailey zu wenig.

Durch die dritte Saisonpleite ist die Münchner Aufholjagd zunächst einmal gestoppt. „Wir wollten idealerweise zu Weihnachten von ganz oben grüßen. Das ist durch die drei Punkte, die wir leider nicht eingefahren haben, etwas schwieriger geworden“, räumte Rummenigge eine Woche vor dem Topspiel gegen Gladbach ein. dpa