Fußball

Fußball Hamburger setzen beim Trainer nun auf Erfahrung

HSV-Neustart mit Hecking

Archivartikel

Hamburg.Eben noch Borussia Mönchengladbach in die Europa League geführt, nun als Aufbauhelfer zum taumelnden Fußball-Zweitligisten Hamburger SV: Dennoch will Dieter Hecking (Bild) nichts von einem persönlichen Abstieg hören. „Für mich ist es genau das, was ich jetzt brauche“, sagte der 54-Jährige bei seiner Vorstellung. „Dieses Spannungsgefühl, wieder von unten etwas aufzuarbeiten und vom ersten Tag etwas gestalten zu können. Dieser Reiz hat mich nach Hamburg gebracht.“ Viele hätten gefragt, warum er sich das antue. „Nein, ich tue mir gar nichts an, sondern ich freue mich darauf“, betonte der HSV-Fan aus Kindertagen. „Ich glaube, es könnte so sein, dass ich am richtigen Ort bin.“

Mit der Verpflichtung des früheren Waldhof-Profis Hecking hat der HSV einen Schwenk gemacht. Statt Nobodys oder junge Trainer-Talente wie Christian Titz oder den zuletzt gescheiterten Hannes Wolf mit der schwierigen Aufgabe in Hamburg zu betrauen, setzen die Verantwortlichen nun auf einen gestandenen Coach. Die HSV-Führungsebene zeigte sich auch lernfähig in Sachen Vertrag. Wurden in der Vergangenheit die Übungsleiter zumeist mit Zweijahreskontrakten ausgestattet und mussten sie deshalb nach ihren jeweils vorzeitigen Abgängen weiter bezahlt werden, banden die klammen Hamburger ihren neuen Trainer für ein Jahr. dpa (Bild: dpa)