Fußball

Fußball 23-Millionen-Angreifer zeigt mit seinem Tor beim 1:1 in Augsburg, dass sich die Gladbacher Investition auszahlen kann

„Immer da, wo’s brennt, ist Plea in der Nähe“

Archivartikel

Augsburg.Als Joker sticht Gladbachs Rekordeinkauf Alassane Plea schon einmal. In Augsburg wurde der 23 Millionen Euro teure Angreifer von Trainer Dieter Hecking nach der Pause für den Brasilianer Raffael eingewechselt und erzielte mit seinem ersten Tor in der Fußball-Bundesliga prompt den Ausgleich zum 1:1 (0:1). Damit rettete er der Borussia einen Punkt und empfahl sich zugleich dafür, vielleicht schon nach der Länderspielpause mehr als ein wertvoller Teilzeit-Arbeiter zu sein.

„Ich gewöhne mich langsam an die Bundesliga. Das Tor hilft mir“, sagte Gladbachs neuer Millionen-Mann. Nach der Tor-Premiere blieb der 25-Jährige, der von OGC Nizza kam, bescheiden.

Bei seinem Kopfballtor nach einer Ecke von Thorgan Hazard bewies der Franzose, dass er „ein Näschen im Strafraum“ hat, wie Hecking bemerkte. Schon beim Pokal-Einstieg gegen den BSC Hastedt hatte Plea beim lockeren Gladbacher 11:1-Erfolg mit drei Toren eine Duftmarke gesetzt. Dennoch verfallen Borussias Bosse nicht gleich in Euphorie. „Wenn du noch einen hast, der Tore machen kann, ist das gut. Er hat getroffen, okay“, sagte Manager Max Eberl über den Edeljoker.

Hecking sprach von einem „tollen Moment“ für Plea, von dessen Qualitäten er überzeugt ist. Das sehe er täglich im Training: „Immer da, wo’s brennt und der Ball hinfällt, ist auch Plea in der Nähe.“

Entwicklung gefällt Hecking

Hecking sieht den neuen Torjäger aber noch „in einer Lernphase“, wie er in Augsburg schilderte: „In der League 1 ist das Gefälle, bei allem Respekt vor Spitzenteams wie Paris Saint-Germain, doch enorm. Er sieht, dass er in der Bundesliga in jedem Spiel 100 Prozent geben muss, um dem Spieltempo folgen zu können. Es geht jetzt Schritt für Schritt. Aber ich bin sehr zufrieden mit seiner Entwicklung.“

Plea könnte die vielen Millionen wert sein. Davon ist Hecking nach kurzer Zusammenarbeit überzeugt: „Klar, er hat viel Geld gekostet. Aber andere Spieler kosten auch viel Geld und schießen kein Tor.“

Das trifft auf Michael Gregoritsch nicht zu. Was sie in Augsburg an ihm haben, wissen sie nicht erst seit Samstag. Der Österreicher vertrat den verletzten Torjäger Alfred Finnbogason mal wieder in der Spitze und erzielte mit einem satten Volleyschuss das 1:0. Der 24-Jährige, der 2017 vom Hamburger SV kam, erarbeitete sich weitere Torchancen, scheiterte aber unter anderem am starken Torwart Jan Sommer. dpa