Fußball

Fußball Eskalierender Konflikt um Champions-League-Reform

Juve-Boss provoziert

Archivartikel

Madrid.Zwischen Europas superreichen Top-Clubs und ihren eigenen Profi-Ligen tobt ein Machtkampf um die Zukunft der Champions League – und Karl-Heinz Rummenigge steht mit Bayern München zwischen den Fronten. Während der Bayern-Boss aus Loyalität zum deutschen Fußball-Markt bei dem brisanten Königsklassen-Thema einen verbalen Eiertanz nach dem anderen aufführt, fährt Andrea Agnelli von Juventus Turin einen knallharten Konfrontationskurs, der für massiven Unfrieden in Europas Fußball-Elite sorgt.

Der Juve-Chef treibt als Rummenigges Nachfolger an der Spitze der European Club Association (ECA) eine für die Top-Clubs verführerische Champions-League-Reform voran. Die Ligaverbände um die Deutsche Fußball Liga und die englische Premier League formieren sich zum Protest gegen die Idee einer europäischen Königsklasse im Gewand der US-Profiligen ohne Auf- und Abstiegsmöglichkeit.

Vor dem Treffen der Vertreter der Leagues an diesem Dienstag in Madrid zur Beratung der Lage eskalierte der Konflikt erstmals durch provokante . Indirekt legte er den Club-Vertretern nahe, nicht am Meeting teilzunehmen. Und wenn doch: hinterher keine öffentlichen Kommentare abzugeben. Diesen Maulkorb konnte die Führung der Leagues () nicht hinnehmen. „Mit großer Zuversicht sage ich, dass die große Mehrheit der Clubs die Entwicklung, die der in seinem Brief entwirft, nicht unterstützt“, sagte Lars-Christer nach dem Treffen. Am Mittwoch steht ein Treffen mit UEFA-Boss Aleksander an.