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Fußball Nächste Runde im Streit um DFB-Pokal-Zulassung

Koch greift Türkgücü an

Archivartikel

München.Nach dem Eklat um die Absage des DFB-Pokal-Spiels zwischen dem FC Schweinfurt und Schalke 04 hat der Bayerische Fußballverband (BFV) seine Haltung verteidigt. BFV-Präsident Rainer Koch, kritisierte im Bayerischen Fernsehen Fußball-Drittligist Türkgücü München scharf. Der Aufsteiger hatte vor dem Landgericht München auf Zulassung zum DFB-Pokal geklagt und Recht bekommen: Laut dem Urteil muss der Verband Türkgücü und nicht Schweinfurt als bayerischen Starter nominieren.

„Sehr überrascht“ zeigte sich Koch im „Blickpunkt Sport“ von dieser Gerichtsentscheidung. Der DFB-Vizepräsident verwies auf eine Vereinbarung mit dem Präsidenten von Türkgücü, Hasan Kivran. Dieser habe Ende Juli bei einem Treffen die Rechtslage akzeptiert und darauf verzichtet, vor Gericht zu gehen. Außerdem habe der Verband mit dem Verein eine Schiedsgerichtsvereinbarung abgeschlossen, die den Weg zum Zivilgericht ausschließen soll.

Diese wurde am Freitag vor Gericht laut Koch allerdings nicht vorgelegt. „Seit dem 8. Mai stand fest, dass wir mit dem Aufstieg so verfahren werden, auch wenn ein Drittel der Spiele noch nicht gespielt werden konnte. Jetzt wird eine massive Auseinandersetzung zwischen Türkgücü München und dem FC Schweinfurt auf dem Rücken des BFV ausgetragen“, erklärte der Verbandspräsident.

Die Regelung, Türkgücü – bei der Saisonunterbrechung Tabellenführer – als Aufsteiger zur 3. Liga und Schweinfurt für den Pokal zu melden, sei „die naheliegendste Lösung“ gewesen. 

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