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Fußball Werder Bremen in Jubelstimmung nach Sieg über Berlin

Kohfeldt dämpft Euphorie

Archivartikel

Bremen.Um ihn herum sangen die Fans bereits vom Europapokal, den ganz großen Optimisten des neuen Bayern-Jägers gingen sogar die Wörter von der deutschen Meisterschaft über die Lippen. Nur Bremens Trainer Florian Kohfeldt war weit davon entfernt, in Euphorie zu verfallen. Zwar hatte auch der Werder-Coach einen „hochverdienten“ Sieg seiner Mannschaft gegen Hertha BSC gesehen, durch den sich die Norddeutschen erst einmal in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt haben. Doch einen Grund, auszuflippen, sah Kohfeldt in dem 3:1 (2:0) nicht.

„Wenn wir wirklich in den Europapokal wollen, dann muss es unser Anspruch sein, ein Stück weit so zu spielen“, sagte Kohfeldt ruhig und sachlich. Es sind Töne wie diese, die deutlich machen, wie sehr sich die Situation an der Weser seit Kohfeldts Amtsübernahme Mitte November 2017 verändert hat. Waren sie in Bremen zuvor jahrelang froh, die Klasse zu halten, so hat Kohfeldt beim viermaligen deutschen Meister wieder ein Selbstverständnis etabliert, wie es in den erfolgreichen 90er Jahren und zu Beginn dieses Jahrhunderts der Fall war.

„Wir haben ein Heimspiel gewonnen, mehr nicht“, sagte Kohfeldt trocken. Dabei bot der erste Heimsieg der Saison Anlass, in Begeisterung zu verfallen, denn Werder hatte die zuletzt so hochgejubelten Berliner 90 Minuten lang beherrscht. dpa