Fußball

Fußball Bremer Lage spitzt sich nach 1:2 in Augsburg zu

Kohfeldt sorgt sich

Archivartikel

Augsburg.Bremens neuer Hoffnungsträger Davie Selke konnte Trainer Florian Kohfeldt das Schlüsselspiel auch nicht retten. Der frühere U-21-Europameister erlebte stattdessen nur einen Tag nach seiner Verpflichtung die prekäre Werder-Situation hautnah. „Wir müssen das abhaken und in jedem Spiel alles raushauen, um die Klasse zu halten. Wir wissen, wie ernst die Lage ist, aber wir bleiben positiv“, sagte der 25-Jährige nach seinem Kaltstart beim 1:2 (1:0) beim FC Augsburg.

Anfällig in der Defensive, harmlos im Angriff – so wird den Hanseaten im Pokal-Achtelfinale am Dienstag gegen die Dortmunder Tormaschinerie um Erling Haaland ziemlich sicher kein Erfolgserlebnis glücken. Zu verlieren hat der sechsmalige Cupsieger nichts, eine Klatsche würde die alarmierende Lage vor dem nächsten Anti-Abstiegsduell in der Fußball-Bundesliga gegen Union Berlin aber verschärfen. „Bei solchen Pokalspielen kann man sich auch Selbstvertrauen holen“, redete Selke Werder Mut zu.

Äußerlich gelassen

Kohfeldt strahlte bei der Analyse der sportlichen Tristesse Ruhe aus, lässig steckten seine Hände in den Hosentaschen. Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. „Wenn ich das Gefühl hätte, dass die Mannschaft nicht mehr das Gefühl hat, dass es die besten Lösungen sind, würde ich das Gespräch suchen und fragen, ob das so ist. Dieses Gefühl ist nicht zu einer Sekunde bei mir aufgekommen“, erklärte der Coach. „Zurücktreten ist Weglaufen. Ich werde nicht weglaufen, unter keinen Umständen.“

Dass sich Kritik von Anhängern und Umfeld auch gegen ihn richtet, kann der Coach „natürlich“ verstehen: „Als Werder-Fan mache ich mir Sorgen“, gestand der 37-Jährige. dpa