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Fußball Stuttgarts Trainer gerät nach dem 0:2 in Leipzig weiter unter Druck – und am Samstag kommen die starken Bremer

Korkut: „Ich mache mir niemals Gedanken über Rückhalt“

Archivartikel

Leipzig/Stuttgart.Tayfun Korkut (Bild) weiß, was jetzt auf ihn zukommt: „Dass ich mich auf Kritik einstellen muss, ist normal.“ Großartig beschäftigen will er sich damit aber nicht. „Ich mache mir niemals Gedanken über Rückhalt. Ich weiß, was mein Job ist“, betonte der Trainer des VfB Stuttgart in der ARD relativ bestimmt auch nach der dritten Niederlage im fünften Saisonspiel der Schwaben.

Zwei Punkte, weiter Tabellenvorletzter der Fußball-Bundesliga. „Dass wir nicht die große Hilfe von außen herum erwarten müssen, ist uns bewusst, das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Jetzt gilt es, die Ruhe zu bewahren“, betonte Kapitän Christian Gentner. „Wenn man nach fünf Spielen immer die Trainer entlassen würde, hätten wir zehn Trainer pro Mannschaft in einer Saison. Von daher muss man die Frage nicht stellen“, sagte Abwehrmann Timo Baumgartl.

Es blieb ihnen auch nicht viel mehr übrig, als Einigkeit und Besonnenheit zu beschwören. Nur eine halbe Stunde lang hielten die Stuttgarter beim 0:2 auswärts gegen RB Leipzig mit. Chancen konnte sich das Team von Korkut allerdings nicht mal in seiner besten Phase herausspielen gegen eine Leipziger Mannschaft, die in dieser Saison im 13. Pflichtspiel erst zum dritten Mal kein Gegentor kassierte.

„Die Mannschaft will schon, aber wir tun uns schwer, nach vorne zu spielen“, konstatierte Stuttgarts Torwart Ron-Robert Zieler. Der ehemalige Nationalkeeper leitete mit einem unglücklichen Abklatscher zu einem noch unglücklicheren Zeitpunkt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Führung der Leipziger ein. Zehn Minuten vor Schluss waren alle Hoffnungen wenigstens auf einen Punkt durch den zweiten Gegentreffer komplett dahin. Ein großes VfB-Aufbäumen gab es nicht.

Eine Trainerdiskussion wollte aber auch Sportvorstand Michael Reschke im Anschluss nicht beginnen. „Er ist definitiv der Richtige“, sagte der Manager mit Blick auf Korkut. „Wir diskutieren viel – aber vor allem mit dem Trainer.“ Aber auch Korkut dürfte wissen, dass spätestens am Wochenende auch positive Ergebnisse folgen sollten. Am Samstag kommt in Werder Bremen der bisher stark aufgelegte Tabellendritte nach Stuttgart. dpa