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Fußball KSC-Sportdirektor mal wieder im Abstiegskampf

Kreuzer zeigt Zuversicht

Karlsruhe.Oliver Kreuzer ist leidgeprüft. Wieder mal muss der Sportchef mit dem Karlsruher SC bis zum Schluss erbittert um sein Saisonziel kämpfen. Bei einem Sieg am letzten Spieltag in Fürth am Sonntag und gleichzeitiger Schützenhilfe von Kiel gegen Nürnberg ist der direkte Klassenerhalt für den Zweitligisten noch drin. Andernfalls müssten die Badener wohl zum vierten Mal in acht Jahren in eine Relegation. Und über die wieder nach unten?

Es wäre das dritte Mal, dass Kreuzer mit dem KSC den Gang in die 3. Liga antreten müsste. Anders als beim Abstieg 2012, bei dem die Personalplanung zu seinem Amtsantritt im Sommer davor schon weit fortgeschritten war, oder dem 2017, bei dem er erst in der Winterpause zurückgekehrt war, steht der Ketscher diesmal komplett in der Verantwortung für den Kader. Das weiß er. Und auch, dass – sicher auch angesichts bescheidener Mittel – bei weitem nicht alle seiner Handgriffe saßen.

Defizite erkannt

„Kein Kader ist perfekt, außer vielleicht der von Bayern München“, sagt der 54-Jährige: „Auch wir haben Defizite erkannt, Spieler, die nicht so performt haben, wie man sich das gewünscht hat. Diese gilt es kommende Saison zu beheben.“ Dennoch habe „die Mannschaft gezeigt, dass sie in dieser Liga konkurrenzfähig ist“, sagt er: „Auf Platz zwölf sind es sechs Punkte, die wären locker zu erreichen gewesen, wenn wir in entscheidenden Momenten die richtigere Lösung gewählt hätten. Dieses Momentum hatten wir mehrmals nicht auf unserer Seite.“ Zuletzt gegen Bielefeld schon, als der KSC aus einem 0:3 noch ein 3:3 machte.

Die Zuversicht ist in Karlsruhe seitdem wieder größer, die Aussicht aber bescheiden. Vor allem wegen der Corona-Krise „werden wir den Spieleretat auch bei Klassenerhalt senken müssen“, sagt Kreuzer. Und der liegt ohnehin schon nur bei neun Millionen Euro. Entmutigen lässt sich der Ex-Profi nicht. Ob er je daran gedacht hat, hinzuschmeißen? „Nein“, betont er: „Warum sollte ich das tun? Mein Vertrag gilt noch bis 2021 und den will ich erfüllen.“

Wenn er denn darf. „Wir werden uns nach der Saison im Beirat in vielerlei Hinsicht beraten“, sagt Vizepräsident Holger Siegmund-Schultze: „Dabei geht es gar nicht nur um einzelne Personen, sondern auch um finanzielle Fragen.“ Und vermutlich auch um Kreuzer. 

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