Fußball

Fußball Stefan Kießling macht nach 15 Jahren Schluss

Künstliche Hüfte droht

Leverkusen.Dass er in einigen Jahren wohl ein künstliches Hüftgelenk brauchen wird, ist Stefan Kießling bewusst. „Ich bin in jedem Fall gefasst darauf“, sagt der Ex-Nationalspieler: „Im Moment denke ich bewusst noch nicht darüber nach. Aber wenn die Schmerzen nach dem Karriereende nicht weniger werden sollten, muss ich mir darüber Gedanken machen.“ 15 Jahre Profi-Fußball haben ihre Spuren hinterlassen. Ein Knorpelschaden und Arthrose im Hüftgelenk quälen ihn heute. Und deshalb hält sich die Wehmut des 34-Jährigen vor seinem 403. und letzten Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Hannover 96 in Grenzen: „Natürlich werde ich auch Dinge vermissen. Aber die schmerzende Hüfte sagt mir: Es ist der richtige Zeitpunkt.“

Insgesamt ist er im Rückblick auf seine Karriere „superstolz“. Doch ein Titel blieb ihm verwehrt und sechs Länderspiele sind für einen Torjäger mit seiner Vita wenig. Vor fünf Jahren forderten Fans, Experten und Medien lautstark seine Nominierung, doch für Bundestrainer Joachim Löw passte der Franke nicht ins System. „Es hat sich ehrlich gesagt durchaus auch gut angefühlt, dass die Menschen mich in der Nationalmannschaft sehen wollten. Nur der Bundestrainer wollte mich eben nicht“, sagt Kießling. Löws Ablehnung hat er akzeptiert: „Doof für mich war nur, dass er das nie öffentlich gesagt hat und das Thema immer wieder unnötig aufkam.“

Ob Löw ein Problem mit ihm hatte? „Da müssen Sie ihn fragen. Ich hatte keine Probleme mit ihm. Ich war ja auch nur ein kleiner Fisch im Teich, war nur selten dabei. Und ich war sicher kein Stinkstiefel“, beteuert Kießling.