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Fußball Trotz sportlichen Erfolgs stehen die Zeichen beim Wolfsburger Trainer auf Trennung / Schlechtes Verhältnis zu Schmadtke

Labbadia blendet Fragen nach seiner Zukunft aus

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Wolfsburg.3:1 in Leverkusen gewonnen, 2:1 in Frankfurt gewonnen, 3:0 in Mönchengladbach gewonnen – reicht es für den VfL Wolfsburg schon zum Coup beim FC Bayern München? Vielleicht, meint Bruno Labbadia. „Wir gehören zu den auswärtsstärksten Mannschaften in der Liga. Auch wir sind nicht so einfach zu knacken. Von daher wird es ein sehr interessantes Spiel“, sagte der VfL-Trainer. „Wir werden ihnen alles abverlangen“, kündigte der Darmstädter vor dem Spiel in München (heute, 15.30 Uhr) an.

Angesichts der starken Leistungen in den vergangenen Wochen gerade auch gegen Spitzenteams und der guten Chancen auf eine Europa-League- oder sogar Champions-League-Teilnahme ist das Wolfsburger Selbstvertrauen groß. Labbadias persönliche Negativserie von 14 sieglosen Spielen bei Bayern am Stück als Trainer lächelte der 53-Jährige einfach charmant weg. „Es geht nicht um die Serie, sondern es geht um ein Bundesliga-Spiel, in dem drei Punkte vergeben werden.“

Um die Ziele nicht unnötig zu gefährden, ist der VfL bemüht, die selbst entfachte Diskussion über Labbadias Zukunft und dessen schlechtes Verhältnis zu Sportchef Jörg Schmadtke einzudämmen. „Für mich ist das jetzt kein Thema. Dazu ist alles gesagt. Für mich ist das aller-, allerwichtigste, dass ich mich auf die Mannschaft konzentrieren kann“, sagte Labbadia.

Schmadtke hatte in der Vorwoche erstmals bestätigt, kein gutes Verhältnis zum Trainer zu haben. Über Labbadias im Sommer auslaufenden Vertrag haben beide bislang noch nicht gesprochen. Auch die Reaktionen des Trainers in der Vorwoche auf die Aussagen von Schmadtke („Ich werde sicher mit ihm keine Kochrezepte austauschen oder einen gemeinsamen Urlaub planen“, „Manchmal stimmt die Chemie einfach nicht“) waren so gedeutet worden, dass Labbadia keinen neuen Vertrag mehr erhält. dpa

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