Fußball

Fußball Leipzig verzichtet gegen Freiburg auf Zuschauer

Leere Ränge für einen fairen Wettbewerb

Archivartikel

Leipzig.Nach der berauschenden Show in der Champions League erwartet die Himmelsstürmer von RB Leipzig ein gespenstischer Kater vor leeren Rängen. Schon am Samstag kommt es in der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg zum ersten Geisterspiel der Clubgeschichte. Es wird das komplette Gegenteil zum Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse vor ausverkauftem Haus gegen Tottenham Hotspur.

Nach dem Zuschauer-Ausschluss beim Spiel Union Berlin gegen Bayern München war die Leipzig-Partie die letzte des 26. Bundesliga-Spieltags, die vor Fans stattfinden sollte. Am Mittwochmittag entschied sich der Club jedoch dazu, keine Zuschauer am Samstag zuzulassen.

Einheitliche Lösung gesucht

„Wir haben intensiv zusammengesessen und unter Berücksichtigung der täglich neuen Entwicklung um das Coronavirus nun entschieden, am Samstag ohne Zuschauer zu spielen. Trotz weiterhin sehr wenig Infizierter im Leipziger Raum wollen wir zum einen das gesundheitliche Risiko minimieren“, sagte Club-Boss Oliver Mintzlaff.

Der 44-Jährige hatte sich dafür eingesetzt, in Sachen Geisterspiele eine einheitliche Lösung zu finden. „Wenn die Gesundheit das erfordert, müssen wir Geisterspiele austragen. Es wäre sicherlich unglücklich, wenn es individuelle Entscheidungen gibt. Da spielt das Thema fairer Wettbewerb eine Rolle“, betonte der RB-Boss. Nachdem RB gegen Freiburg das einzig verbliebene Spiel mit Zuschauern war, spielte Mintzlaffs Vorgabe bei der Entscheidungsfindung auch eine Rolle. Man möchte „durch diese Entscheidung dazu beitragen, einer potenziellen Wettbewerbsverzerrung durch die mögliche unterschiedliche Handhabung an den verschiedenen Bundesliga-Spielorten aktiv entgegenzuwirken“. Alle Ticketinhaber werden laut RB entschädigt.

Wie wichtig der Fan-Faktor ist, zeigte das souveräne 3:0 gegen die Spurs, das 42 146 Anhänger in der Red Bull Arena verfolgt hatten. „Es war sehr wichtig, dass Zuschauer da waren. So was trägt einen bei so einem Spiel. Beim 1:0 ist die Hütte explodiert“, sagte Kapitän Marcel Sabitzer. Der österreichische Nationalspieler war mit zwei Toren maßgeblich an dem „Abend für die Geschichtsbücher“ beteiligt. dpa