Fußball

Fußball Präsident Wellenreuther lehnt Rücktritt ab

Machtkampf beim KSC

Archivartikel

Karlsruhe.Eine Woche vor dem Saison-Neustart verstrickt sich der finanziell angeschlagene Fußball-Zweitligist Karlsruher SC in einen Machtkampf. In den Fokus gerät Präsident Ingo Wellenreuther. Eine Investorengruppe verknüpft das Angebot, Aktien der ausgegliederten Fußballabteilung im Wert von sechs Millionen Euro zu kaufen, an seinen Rücktritt. Diese Forderung jedoch lehnte der 60-Jährige in einem anwaltlichen Schreiben am Freitagabend ab. Wer sich genau hinter dem Namen „Bündnis KSC“ verbirgt, ließ die Gruppierung zumindest teilweise offen.

„Es entspricht nicht meinem Amtsverständnis, einer mit kürzester Fristsetzung durch einen anonymen Personenkreis erhobenen Forderung nachzukommen“, schrieb der Bundestagsabgeordnete. „Dies gilt auch dann, wenn im Gegenzug für die verlangte Amtsniederlegung die Aussicht einer finanziellen Unterstützung des KSC durch einen Kreis anonymer Anteilserwerber in den Raum gestellt wird.“

Die Gruppierung unter dem Namen „Bündnis KSC“, der unter anderem auch die Firma des im vergangenen Jahr knapp gescheiterten Präsidentschaftskandidaten Martin Müller angehört, hatte erklärt, durch ihr Angebot einen möglicherweise drohenden Gang in die Planinsolvenz verhindern zu wollen. KSC-Geschäftsführer Michael Becker bestätigte, dass der stark abstiegsgefährdete Verein das Angebot der Investorengruppe prüfe. dpa