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Fußball FSV will die Spannung nach perfekt gemachtem Klassenerhalt weiter hochhalten / Heute gegen Leipzig

Mainz 05 mit ungebrochenem Ehrgeiz

Archivartikel

Mainz.Gegen überbordende Emotionen wollen sich die Profis und Offiziellen des FSV Mainz 05 nicht wehren, wenn es am drittletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga wieder gegen RB Leipzig geht. Am 29. April 2018 war das 3:0 gegen die Sachsen Auslöser der Feierlichkeiten und ein entscheidender Schritt im Kampf gegen den Abstieg. Den Klassenerhalt haben die 05er diesmal schon sicher. Der Ehrgeiz, noch Platz zehn zu erreichen, ist aber ungebrochen.

„Wir wollen Leistungen wie in den letzten Heimspielen. Wenn wir mutig und zielstrebig sind, kann uns etwas gelingen. Aber Leipzig ist eine echte Hausnummer“, sagte Trainer Sandro Schwarz vor der Freitagabend-Partie (20.30 Uhr).

Beim umjubelten 3:0 im Vorjahr stand René Adler im Mainzer Tor. Da ahnte keiner, dass das 269. Bundesligaspiel des gebürtigen Leipzigers das letzte seiner Karriere sein würde. Wenige Tage später zog sich der ehemalige Nationaltorwart einen Knorpelschaden im Knie zu. Am Mittwoch gab der 34-Jährige sein erwartetes Karriereende bekannt. „Wir sind stolz, dass René seine Karriere in Mainz beendet. Er ist eine Persönlichkeit und ein Vorbild für junge Leute“, erklärte Sportvorstand Rouven Schröder. Schwarz empfindet Dankbarkeit. „Er hat auch abseits des Platzes eine Führungsrolle und hat unsere Entwicklung beflügelt.“

Die gesamte Saison kommen die Mainzer schon ohne Adlers Routine zurecht. Die Eigengewächse zwischen den Pfosten profitierten von seiner Erfahrung. „Seine Professionalität war einmalig“, sagte Florian Müller. Der U-21-Nationalspieler überzeugte in der Saison, auch wenn ihm zuletzt beim unnötigen 0:1 beim Tabellenletzten Hannover 96 ein böser Lapsus unterlief.

Zur Motivation wird Schwarz einige Szenen des 3:0 zeigen. „Entscheidender ist unsere Einstellung. Wir haben in Hannover die Spannung hochgehalten. Das wird auch am Freitag so sein.“ Dass Leipzig nach dem Erreichen der Champions League und des DFB-Pokalfinales nachlassen könnte, glaubt Schwarz nicht. „Die werden weiter angreifen, wenn alles optimal läuft, ist sogar noch Platz zwei drin.“

Spielverderber will auf Mainzer Seite Danny Latza sein, der seinen kurzen Vaterschafts-Urlaub beendet hat. Sorgen machen Giulio Donati und Jean-Paul Boetius. Beide haben wegen muskulärer Probleme eingeschränkt bis gar nicht trainiert. dpa