Fußball

Fußball Vermeidbare Schlappe bei Borussia Mönchengladbach

Mainz wieder ganz tief im Schlamassel

Archivartikel

Mönchengladbach.In der Analyse von Achim Beierlorzer bei der Pressekonferenz fiel gleich dreimal das Wort „bitter“. Der FSV Mainz 05 und sein Trainer müssen derzeit in der Fußball-Bundesliga Nehmer-Qualitäten beweisen. Nach der Heimniederlage gegen den SC Freiburg zum Rückrundenauftakt setzte es nun ein 1:3 (1:1) bei Borussia Mönchengladbach – und am nächsten Samstag kommt auch noch der bestens aufgelegte FC Bayern München. Die Rheinhessen – nur noch drei Punkte vom Tabellenvorletzten SC Paderborn entfernt – stecken wieder einmal mitten im Abstiegskampf.

„Damit kennen wir uns sehr gut aus. Wir müssen Ruhe bewahren und dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Wir haben noch genügend Spiele vor der Brust“, sagte U-21-Nationalspieler Ridle Baku. „Wir wissen auch, dass es nächste Woche zuhause gegen Bayern München nicht einfach wird. Aber wir werden alles reinhauen.“

Dabei waren die Mainzer durch Robin Quaison völlig überraschend in Führung gegangen (11.). Dank der Treffer von Alassane Pléa (24. und 76. Minute) und dem Traumtor des eingewechselten Florian Neuhaus aus knapp 40 Metern (88.) drehten die Gladbacher die Partie und sind nun wieder mitten drin im Titelrennen. Neuhaus düpierte mit seinem Heber den bis dahin starken FSV-Keeper Robin Zentner. Beierlorzer sprach danach von einem „Slapstick-Tor“. Es war allerdings auch der erste Patzer Zentners in dieser Saison. Der 25-Jährige hielt mit zwei tollen Paraden (65./71.) die Mainzer noch im Spiel.

„Haben uns um Lohn gebracht“

„Der Sieg war sehr verdient“, sagte Borussia-Coach Marco Rose, doch die Mainzer trauerten einem Remis hinterher. So sprach Sportvorstand Rouven Schröder angesichts der Gladbacher Schwierigkeiten beim Torabschluss davon, dass „ein Punkt durchaus drin gewesen wäre“, betonte aber auch: „Wir reden uns sicher nichts schön. Aber wir haben uns hier um den Lohn unserer Arbeit gebracht.“ Die Mannschaft habe im Moment einfach nicht das Glück auf ihrer Seite. „Das ist deprimierend“, sagte der französische Abwehrspieler Moussa Niakhaté nach dem erneuten Rückschlag. „Unsere Fehler wurden knallhart bestraft. Ich habe nie geglaubt, dass wir dieses Spiel verlieren müssen. Alle Tore waren vermeidbar.“

Aber im Grunde war es wie schon häufiger in dieser Spielzeit. Die Mainzer agieren strukturiert, haben ein gutes Umschaltspiel und sind einsatzfreudig – aber die Tore macht der Gegner. Deshalb war es wieder einmal „bitter, weil wir viel investiert haben“, sagte Beierlorzer. dpa