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Fußball Schalkes Jungstar wird nach seinem Siegtor bei Lokomotive Moskau mit Lob überhäuft / „Einer der schönsten Momente meiner Karriere“

McKennie erfüllt sich einen Traum

Moskau.Weston McKennie schwärmte von „einem der schönsten Momente“, Benedikt Höwedes musste erstmal das emotionale Wiedersehen mit seiner „alten Liebe“ verdauen. Der 20 Jahre alte Jungstar des FC Schalke 04 und der langjährige Kapitän des Revierclubs lieferten die wenigen Lichtblicke an einem ansonsten eher ereignisarmen und trüben Champions-League-Abend. „Es war ein großartiges Gefühl. Ich bin ja nicht der Größte, aber ich kann hoch springen“, schilderte McKennie seinen 1:0-Siegtreffer per Kopf (88. Minute) bei Lokomotive Moskau. „Es war einer der schönsten Momente in meiner Karriere. Als Junge habe ich immer davon geträumt, in der Champions League zu spielen.“

Mit seinem ersten Tor in der Königsklasse bescherte der als Edeltalent geltende US-Nationalspieler dem krisengeplagten Vizemeister am Mittwochabend drei Punkte, die die Achtelfinal-Aussichten nach dem 1:1 gegen Porto erheblich verbessern.

Auch Tedesco zufrieden

Auch Trainer Domenico Tedesco stieg deshalb am Donnerstag gegen 13.30 Uhr müde, aber sichtlich zufrieden aus dem Flugzeug in Münster. Vor allem, weil sich der Aufwärtstrend vier Tage nach dem ersten Liga-Sieg gegen Mainz zumindest ergebnistechnisch bestätigt hatte. Gleichwohl kam seine Elf erst im zweiten Durchgang auf Touren. „Da war dann andere Musik drin und das Tor war nur eine Frage der Zeit. Wir sind noch nicht auf einem super, super Weg, aber auf einem guten. Diese Erfolgserlebnisse hat sich die Mannschaft erarbeitet.“

Wie McKennie zeigte auch Höwedes große Gefühle. Der 30-Jährige heuerte erst im Sommer beim russischen Meister an, weil ihm Tedesco auch nach der Rückkehr vom einjährigen Intermezzo bei Juventus Turin keine Perspektive geben konnte oder wollte. Höwedes gab zu, dass es „kein normales Spiel“ für ihn war. „Es war schon sehr emotional. In den 90 Minuten habe ich versucht, das auszublenden. Aber wenn du 16 Jahre Herzblut in einen Verein steckst und dann gegen die alte Liebe spielst, ist es schon sehr merkwürdig.“ dpa