Fußball

Fußball VfB-Aufgebot hat Qualität und birgt Frustpotenzial

Mega-Kader mit großen Gefahren

Archivartikel

Stuttgart.Für die kleinen Fans am VfB-Trainingsgelände ist Mario Gomez die Nummer eins. Immer wieder rufen die Jungen und Mädchen am Dienstagvormittag seinen Namen. Im aufgeblähten Kader des VfB Stuttgart aber hat es der frühere Fußball-Nationalstürmer bei all der Konkurrenz auch in der 2. Bundesliga schwer. Am Ende des Transfer-Irrsinns sind es noch immer 29 Profis, die dem Aufstiegsfavoriten die Rückkehr in die erste Liga sichern sollen. Das enorme Angebot birgt auch Gefahr für Frust und Zwist.

Für den 34-jährigen Gomez, zuletzt ein wenig angeschlagen, war am Montagabend beim 2:1 gegen den VfL Bochum erst ab der 90. Minute Platz. „Jeder muss sich dem Leistungsprinzip unterordnen. Die Mannschaft geht gut damit um. Sie wissen, dass wir, um den Aufstieg schaffen zu können, Qualität im Kader brauchen“, sagt Walter. Er wehrt sich gegen Kritik am zu großen Kader. Talente, Verletzte, Torhüter – das relativiere die Zahl, zählt der 43-Jährige auf.

Dichtes Gedränge

Mit elf Punkten aus den ersten fünf Spieltagen und als ungeschlagener Tabellenzweiter kann der VfB aus sportlicher Sicht in Ruhe in die Länderspielpause gehen. Doch schon an der Suspendierung von Santiago Ascacibar zeigt sich die Gefahr für Unmut. Welche disziplinarischen Gründe dazu führten, dass der eigentlich mannschaftsdienliche Argentinier am Montag nicht im Kader stand, behielt Walter für sich.

„Es ist jetzt auch nichts Weltbewegendes. Es ist nichts, was man nicht schon erlebt hat“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. Bis zum nächsten Auswärtsspiel am 14. September bei Jahn Regensburg soll der Zwist geklärt sein. Ascacibar, vermutlich unzufrieden, nicht mehr als Sechser gesetzt zu sein, ist allerdings zunächst wie fünf andere VfB-Profis auf Länderspielreise.

Im Mittelfeld kämpfen neben Stammspieler Atakan Karazor und Ascacibar der langjährige Bundesliga-Profi Gonzalo Castro, Philipp Klement, Orel Mangala, der japanische Nationalspieler Wataru Endo und Daniel Didavi um vier Plätze. Dazu kommen die Talente Mateo Klimowicz und Tanguy Coulibaly und seit dem letzten Tag der Transferperiode Philipp Förster. 

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