Fußball

Fußball Daniel Gordon glücklich über Comeback beim KSC

Mehr als nur sportlich wertvoll

Archivartikel

Karlsruhe.Die Fans des Karlsruher SC müssen sich mit der Rückkehr ins Stadion noch gedulden. Immerhin steht inzwischen aber ihre Identifikationsfigur wieder auf dem Platz. Nach einem Sommer voller Ungewissheit feierte Verteidiger Daniel Gordon auswärts gegen den FC St. Pauli (3:0) letztes Wochenende sein Pflichtspiel-Comeback für den Fußball-Zweitligisten. Der 35-Jährige spielte, als wäre er nie weg gewesen. Mehr noch als sein sportlicher zählt für den KSC im Kampf um den Klassenerhalt aber wohl Gordons menschlicher Wert. Er gilt als einer der Wortführer in der Kabine, als Bindeglied zum Anhang – und wichtiger Ansprechpartner für Trainer Christian Eichner.

Viele Einzeleinheiten

„Die Unsicherheit war echt nervig“, sagte Gordon der Deutschen Presse-Agentur über die Zeit, in der er auf einen neuen Vertrag wartete. Sein alter war nach der letzten Saison ausgelaufen und zunächst nicht verlängert worden. „Diese Monate waren mental schon anspruchsvoll“, sagte er. „Sich jeden Tag aufs Neue zu motivieren, allein laufen zu gehen, war irgendwann schon herausfordernd.“ Und die allgemeinen Corona-Sorgen kamen dazu.

Sportchef Oliver Kreuzer hätte ihm „zwar zugesichert, dass es mit einem neuen Vertrag klappen würde, aber ein gewisses Restrisiko bestand immer“. Ende September unterschrieb Gordon dann jedoch für eine weitere Saison. Es ist seine insgesamt achte bei den Badenern – und für die nahm er auch finanzielle Abstriche in Kauf.

Nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining habe er „schneller wieder reingefunden, als ich es selbst erwartet hätte“, sagte Gordon. „Nach meinem ersten Testspiel gegen Mainz hatte ich Muskelkater. Da wollte ich zur Halbzeit schon wieder raus. Aber inzwischen bin ich wieder voll drin.“ Das gilt womöglich nicht für die Startelf beim kommenden Auswärtsspiel gegen Eintracht Braunschweig am 21. November, weil Abwehrkollege Christoph Kobald seine Sperre abgesessen hat.

Aber Gordon hilft dem KSC, dessen Team seiner Meinung nach „weiter als letzte Saison und schwer zu bespielen“ ist, ja auch neben dem Platz. So oder so sei er „eine Bereicherung“, sagte Eichner über den Routinier. Gordon findet es „schön, zurück zu sein“. 

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