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Fußball Mainz mit 1:1 in Nürnberg gut bedient

Mehr Glück als Können

Archivartikel

Nürnberg.Sandro Schwarz konnte mit dem Mainzer Remis beim 1. FC Nürnberg besser leben als sein „Club“-Kollege Michael Köllner. Nach dem 1:1 am Samstag waren sich die beiden Trainer nicht nur beim gemeinsamen „Servus“ zur Presserunde und bei der abschließenden Umarmung einig in der Spielanalyse. In zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten spielte der FSV zunächst gefällig ohne zu großes Risiko und wurde nach der Pause von den Nürnbergern fast überrollt. „Da haben wir Glück gehabt, bei der Wucht der Nürnberger, und haben glücklich diesen Punkt zu Ende gebracht“, gab Schwarz zu.

Eine „Abwehrschlacht“ hatte gar Torwart Florian Müller erlebt. Der 20-Jährige musste nur bei einem der 19 Nürnberger Torschüsse hinter sich greifen. Nach der Mainzer Halbzeit-Führung durch Neuzugang Jean-Philippe Mateta erzielte in der 48. Minute Mikael Ishak den Ausgleich. Mit aller Wucht hämmerte der schwedische Nationalspieler den Ball zum Endstand ins Mainzer Tor. „Ein Punkt ist gut, aber wir hätten es besser machen können“, meinte Neuzugang Mateta, der sich zumindest uneingeschränkt über seinen ersten Bundesliga-Treffer für die Rheinhessen freuen konnte.

Großes Leistungsgefälle

„In der ersten Halbzeit haben wir nichts anbrennen lassen, aber nach der Pause waren wir gar nicht mehr auf dem Platz“, urteilte 05-Profi Daniel Brosinski. „Für die zweite Halbzeit haben wir den Punkt nicht verdient.“ Auch sein Teamkollege Niko Bungert war nach dem großen Leistungsgefälle in den beiden Spielhälften froh, glimpflich davon gekommen zu sein: „Wir sind zufrieden, nach zwei Spieltagen mit vier Punkten dazustehen.“ Für die Nürnberger war es der erste Bundesliga-Zähler seit dem 26. März 2014, angesichts eines Chancenverhältnisses von 19:5 aber eine zu geringe Ausbeute.

05-Coach Schwarz hatte sein Team noch in der Halbzeit darauf hingewiesen, bei Standards wachsam zu sein, doch eine eher simple Eckenvariante brachte das Gegentor. „Ab diesen Zeitpunkt waren wir beeindruckt“, analysierte Schwarz und weiß, dass sein Team „einige Dinge besser machen muss, um solche Spiele zu gewinnen.“ Am Ende aber zählte für Schwarz nur: „Wir haben diesen Punkt glücklich zu Ende gebracht.“ dpa