Fußball

Fußball Neuer Sportvorstand Thomas Hitzlsperger muss beim VfB Stuttgart schnell das entstandene Chaos beseitigen

Mit Ruhe gegen den Bundesliga-Abstieg

Stuttgart.Ruhe müsse nun einkehren. Endlich wieder Ruhe. Als beim VfB Stuttgart der Unternehmer Wolfgang Dietrich im Oktober 2016 zum Präsidenten gewählt wurde, war es ihm ein besonderes Anliegen, die ständigen Wechsel in der Vereinsführung, im Management und auf der Trainerbank zu beenden.

Mit Ruhe und Kontinuität sollte der damalige Fußball-Zweitligist wieder erfolgreich werden. Doch es kam alles anders: Thomas Hitzlsperger, den Dietrich nun als neuen Sportvorstand vorstellte, ist schon der dritte Manager unter seiner Führung. Er soll den Traditionsclub vor dem erneuten Abstieg retten. Dabei schien im Mai 2017, als der Wiederaufstieg in die Bundesliga gelungen war, endlich wieder alles gut. Gefeiert wurden damals vor allem der Sportvorstand Jan Schindelmeiser und Trainer Hannes Wolf.

Keine zwei Jahre später gleicht der Tabellen-16. nach dem Rauswurf von Schindelmeiser-Nachfolger Michael Reschke und der Beförderung des früheren Nationalspielers Hitzlsperger, der zuvor Leiter des Nachwuchsleistungszentrums war, weiter dem, was er seit Jahren ist: einem Personalkarussell voller Schleudersitze. Wolf ist längst Geschichte, auch dessen Nachfolger Tayfun Korkut wurde im vergangenen Herbst durch Markus Weinzierl ersetzt. Ähnlich lief es im Management. Auf Schindelmeiser folgte bald Reschke, nun Hitzlsperger.

Er sehe diesen Vorgang „nicht als persönliche Niederlage“, sagte Dietrich und kann nur darauf hoffen, dass Hitzlsperger seinen chaotischen Laden in den Griff bekommt. Scheitert auch der WM-Dritte von 2006, dürfte es nicht bei den „Dietrich raus“-Transparenten im VfB-Fanblock bleiben. Dann könnte auch die Ära von Dietrich bald vorbei sein. dpa