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Fußball Ex-Schiedsrichterin Steinhaus erläutert Rücktritt

Mit sich im Reinen

Mainz.Bibiana Steinhaus ist nach ihrem vorzeitigen Abschied als Profi-Schiedsrichterin mit sich im Reinen und hat ihren Schritt als wohlüberlegte Entscheidung bezeichnet. „Ich habe mich dem Fußball auf dem Platz als Schiedsrichterin sehr, sehr lange verbunden gefühlt. Jetzt war eigentlich der richtige Zeitpunkt, die Perspektive zu wechseln“, sagte die 41-Jährige am Samstagabend im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF.

Sie habe immer eine „große Klarheit und eine absolute Berechenbarkeit auf dem Feld widergespiegelt“, sagte Steinhaus. Und genau diese Eigenschaften hätten schließlich ihre Entscheidung bestimmt, lange vor der von den Verbänden festgelegten Altersgrenze aufzuhören.

„Das war kein Frauenplatz“

Frauen als Schiedsrichter seien längst nichts Exotisches mehr, und von einer Quotendiskussion halte sie überhaupt nichts. Die Leistung müsse „Grundpfeiler“ bei der Auswahl von Referees sein. „Und nur das zählt – und dann ist diese Quotendiskussion auch völlig unerheblich.“ Sie habe „einen von 26 Bundesliga-Schiedsrichterplätzen wahrnehmen dürfen“, berichtete die Polizistin. „Und das wurde über die Leistung generiert, und – noch mal – nicht über’s Geschlecht. Das war kein Frauenplatz, der war hart erarbeitet.“ Jeder „vierte 12. Mann ist weiblich. Also: Unser Fußball ist schon sehr, sehr viel weiblicher geworden“, sagte Steinhaus zur Situation im deutschen Fußball.

Steinhaus hatte Ende September das Supercup-Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (3:2) geleitet – es war ihr letztes Spiel. Nach ihrem Karriereende wird die Niedersächsin weiter als Videoassistentin für den Deutschen Fußball-Bund arbeiten. 

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