Fußball

Fußball Trainer legt sich mit Hasenhüttls Assistenten an

Mourinho beleidigt Co-Trainer

Archivartikel

Southampton.Tottenham-Coach José Mourinho ist mal wieder seinem Ruf als „the special one“ gerecht geworden. Nach dem 0:1 (0:1) seines Teams beim FC Southampton am Mittwochabend bezeichnete der Portugiese einen Co-Trainer der Saints als „Idiot“. Mourinho war während des Spiels zur gegnerischen Bank spaziert und hatte Southamptons Torwarttrainer Andrew Sparkes in die Notizen geschaut. Zudem lieferte er sich ein Wortgefecht mit Sparkes. „Ich war unhöflich“, gab Mourinho beim Sender BT Sport zu, „aber ich war unhöflich zu einem Idioten. Ich habe die Gelbe Karte absolut verdient. Ich hatte üble Worte mit dem Kerl.“

Was der Anlass für die Provokation und den Streit mit Sparkes war, wollte Mourinho nicht verraten. „Es gab natürlich einen Grund dafür“, sagte er später am BBC-Mikrofon „Ich werde Ihnen das nicht sagen, aber es gab einen Grund für meine Reaktion.“ Britische Medien spekulierten anschließend allerdings, der Tottenham-Coach habe sich über angebliches Zeitschinden des FC Southampton geärgert.

Southamptons Cheftrainer, der frühere Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl, gab sich hingegen diplomatisch. „Ich möchte dazu nichts sagen“, sagte er. „Ich habe eine sehr hohe Meinung von diesem Trainer, er hat so viel für den Fußball getan.“ Southampton verbesserte sich auf den zwölften Rang der Premier-League-Tabelle.

Die Spurs belegen nach der unglücklichen Auswärtsniederlage Platz sechs. Und müssen zudem um Torjäger Harry Kane bangen. Der 26-Jährige musste – kurz nachdem sein Ausgleichtreffer wegen einer Abseitsposition nach Videobeweis aberkannt wurde – ausgewechselt werden. Er verließ das Stadion später auf Krücken. „Harry Kane spielt jede Minute, er spielt immer“, sagte Mourinho. Das Ausmaß der Verletzung konnte er noch nicht abschätzen. „Oberschenkel ist immer negativ. Ist es ein Riss, eine kleine Sache, ein Wehwehchen? Das kann ich noch nicht sagen.“ dpa