Fußball

Fußball Darmstadts 1:1 gegen Braunschweig ist zu wenig

„Müssen mit dem Punkt leben“

Darmstadt.Für Darmstadt 98 wird es im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga immer enger. Der Tabellenvorletzte spielte am Sonntag im eigenen Stadion nur 1:1 (0:1) gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Braunschweig. Die Lilien sind dadurch zwar seit nunmehr sieben Partien ungeschlagen. Durch den Sieg des 1. FC Heidenheim gegen Tabellenführer Düsseldorf wuchs der Rückstand auf den Relegationsplatz aber auf vier Punkte an.

Ein Foulelfmeter von Tobias Kempe sicherte Darmstadt in der 73. Minute wenigstens einen Punkt. Die Gäste waren durch ein Eigentor von Slobodan Medojevic in Führung gegangen (39.). „Der Punkt hilft uns nicht so viel wie den Braunschweigern. Trotzdem muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen“, sagte Trainer Dirk Schuster.

Noch bleiben den Lilien vier Spiele gegen den SV Sandhausen (auswärts), Union Berlin (zu Hause), Jahn Regensburg (auswärts) und Erzgebirge Aue (zu Hause), um wenigstens die Relegation zu erreichen. Vom FC St. Pauli auf Platz 16 (37 Punkte) bis zu Erzgebirge Aue auf Rang 10 (39) sind außerdem noch immer genügend Vereine in Reichweite.

„Die Konkurrenz interessiert uns nicht. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, brauchen wir darauf nicht zu achten“, sagte Kapitän Aytac Sulu. „Es ist eine schwierige Situation für alle Vereine, aber für uns ist es das schon ein bisschen länger. Ich hoffe, dass wir den Schwung der letzten Wochen weiter nutzen können. Wir waren heute die klar bessere Mannschaft. Wir haben eine Darmstädter Mannschaft gesehen, die unbedingt gewinnen wollte.“

Baris Atik muss verletzt raus

Darmstadt war vor allem in der ersten Halbzeit und Mitte der zweiten Hälfte klar überlegen. Mittelstürmer Terrence Boyd vergab in diesen Phasen zwei gute Chancen zur Führung (7./31.). Die Gastgeber hatten aber auch Glück, dass Braunschweig zu Beginn des zweiten Durchgangs zwei Konterchancen fahrlässig vergab. Zudem musste Baris Atik nur neun Minuten nach seiner Einwechselung wieder verletzt ausscheiden.

„Wir können sagen, dass wir alles versucht haben und dass es leider zum Sieg nicht gereicht hat“, erklärte Schuster. „Wir haben sehr viel investiert und speziell in der ersten Halbzeit sehr ordentlichen Fußball gespielt. Jetzt müssen wir mit dem Punkt leben.“ dpa