Fußball

Fußball Sportdirektor rassistisch beleidigt

Nächster Chemnitzer Eklat

Archivartikel

Chemnitz.Fans des sächsischen Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC haben bei der Auswärtspartie beim FC Bayern München II mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen für den nächsten Eklat gesorgt. Wie der CFC mitteilte, sei vor allem Geschäftsführer Thomas Sobotzik mit antisemitischen Schmähungen beschimpft und beleidigt worden. Zudem hatten sich einige Anhänger mit dem gekündigten Ex-Kapitän Daniel Frahn solidarisiert.

„Bedrohungen und Aussagen wie „Thomas Sobotzik, du Judensau“ oder „Daniel Frahn ist wenigstens kein Neger“ dürfen in unserer Gesellschaft keine Akzeptanz haben“, hieß es in der Mitteilung des insolventen Clubs, der die Äußerungen „als widerlich empfindet und auf das Äußerste ablehnt“. Außerdem will der Drittligist rechtliche Schritte prüfen. Der DFB verurteilte die Rufe und kündigte Ermittlungen des Kontrollausschusses an.

Nach dem Abpfiff der Partie, die 2:2 endete, hatten sich die CFC-Verantwortlichen dazu entschlossen, dass sich das Team nicht von den Fans in der Kurve verabschiedet. Als Sobotzik und Wunderlich dies den Anhängern mitteilten, sollen aus der Kurve weitere Beleidigungen geäußert worden seien. Das bestätigte Pressesprecher Wunderlich: „Wir wollen nicht, dass diese Leute den Ruf des Chemnitzer FC ruinieren.“

Der CFC steht seit längerem mit Negativschlagzeilen im Fokus. Der Club hatte Stürmer Frahn vor kurzem wegen seiner mutmaßlichen Nähe zur rechten Szene gekündigt. Dagegen geht der Stürmer nach einem Bericht der „Freien Presse“ gerichtlich vor. dpa