Fußball

Fußball Einst verletzte Spieler stehen ihren Clubs im Liga-Endspurt doch noch zur Verfügung / Comebacks von Lewandowski und Serdar

Neue Chancen durch Corona-Pause

Archivartikel

München.Meisterschale, Bierduschen – und als Kontrastprogramm Tränen bei Absteigern: Eigentlich wäre die Saison der Bundesliga am Samstag beendet worden. Nun steht erst der 26. Spieltag an. Was dazu führt, dass Leistungsträger wie Robert Lewandowski, Marco Reus, Kevin Volland, Kevin Kampl oder Suat Serdar, die sich vor dem Zwangsstopp Mitte März verletzt hatten, im Liga-Endspurt um Titel, Champions-League-Plätze und im Abstiegskampf doch noch zu einem entscheidenden Faktor für ihre Vereine werden könnten.

Bei fast allen Clubs setzen die Trainer auf Rückkehrer, gerade auch beim FC Bayern. Die größte Titelhoffnung beim Tabellenführer heißt Robert Lewandowski. Der 31 Jahre alte Pole führt mit 25 Treffern die Torschützenliste vor Nationalspieler Timo Werner von RB Leipzig an (21). „Lewy ist topfit“, berichtete Trainer Hansi Flick vor dem Start am Sonntag bei Union Berlin.

Diese Partie hätte der Stürmer ohne Corona ebenso wie das anschließende Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wegen des Ende Februar erlittenen Bruchs der Schienbeinkante am Knie sicher verpasst. Auch mit dem erhofften Comeback gegen Borussia Dortmund am 4. April wäre es eng geworden.

Kingsley Coman (Muskelverletzung) ist bei den Bayern ebenfalls wieder fit. Und Ivan Perisic hat nach seinem Knöchelbruch ebenfalls mit dem Teamtraining angefangen. Flick erhält damit wichtige Offensiv-Optionen für den Endspurt, zumal Philippe Coutinho und Corentin Tolisso nach Operationen ausfallen.

BVB-Coach Lucien Favre wartet weiter auf seinen Kapitän. Nationalspieler Marco Reus wird nach seiner Muskelverletzung, die er beim Pokal-Aus in Bremen Anfang Februar erlitten hatte, im Revierderby gegen Schalke 04 fehlen. „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft bald wieder helfen kann“, sagte der 30-Jährige. Immerhin steht Thomas Delaney beim BVB nach einer halbjährigen Pause wieder in den Startlöchern. Das trifft bei Derby-Gegner Schalke sogar auf mehrere wichtige Akteure wie Suat Serdar oder Omar Mascerell zu. Sogar Abwehrhüne Salif Sané steht nach schwerer Knieblessur wieder auf dem Trainingsplatz.

Besondere Vorsicht geboten

Bayer Leverkusen darf im Kampf um die Champions-League-Plätze noch auf Tore von Stürmer Kevin Volland (Syndesmosebandriss) hoffen. RB Leipzig auf die Rückkehr von Abwehrchef Willi Orban.

Im Abstiegskampf braucht Werder Bremen Ömer Toprak dringend. Bei dem Abwehrroutinier ist nach einer Fußverletzung aber „noch ein bisschen Geduld“ gefragt, sagte Sportchef Frank Baumann. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Claudio Pizarro im Training verletzt hat. Damit werde der 41-Jährige für die Partie gegen Leverkusen am Montag (20.30 Uhr) und „voraussichtlich“ auch für weitere Spiele nicht zur Verfügung stehen, teilten die Hanseaten mit.

Mit den Rückkehrern werden die Trainer besonders vorsichtig umgehen müssen. Die Pause war oft deutlich länger als die zwei Monate bei den gesunden Teamkollegen. 

Zum Thema