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Fußball Im Achtelfinal-Rückspiel gegen Liverpool knackt der Bayern-Torwart die Marke von 100 Einsätzen in der Champions League

Neuer will es allen beweisen

München.Das große Champions-League-Jubiläum hat für Manuel Neuer aus mehreren Gründen besondere Bedeutung. Nach dem Aus des von Joachim Löw zur Altherren-Riege degradierten Weltmeistertrios Boateng, Hummels, Müller ist er als schon 32-Jähriger noch mehr in den Fokus gerückt. Im ersten K.o.-Heimspiel in der Königsklasse seit knapp zwei Jahren und dem 100. Einsatz insgesamt in der Krösusliga möchte und muss er gegen den FC Liverpool seine nach wie vor vorhandene Klasse unter Beweis stellen. Hält Neuer am Mittwoch (21 Uhr) die Null im Achtelfinal-Rückspiel gegen die Reds, spricht viel für ein Weiterkommen des FC Bayern.

„In München sind wir stark. Liverpool ist aber teilweise auch auswärtsstark“, sagte Neuer vor der elektrisierenden Kraftprobe. Das 0:0 vor drei Wochen an der Anfield Road sei ein „tolles Signal“ gewesen. Das 6:0 gegen den VfL Wolfsburg und die Rückkehr an die Tabellenspitze vergrößerten die Münchner Zuversicht für das Duell gegen den Premier-League-Spitzenclub von Jürgen Klopp weiter.

174 Spiele von Casillas

„Ein hoher Sieg und ein Zu-Null-Spiel, da freut sich der Torwart auch“, sagte der Nationaltorhüter, der als vierter deutscher Spieler nach Philipp Lahm (112 Einsätze), Thomas Müller (105) und Oliver Kahn (103) die Marke von hundert Spielen knackt. Als Nummer eins steht der Spanier Iker Casillas mit 174 Spielen in der Uefa-Rangliste.

Für Neuer liegt das letzte K.o.-Heimspiel in Europas Bestenliga lange zurück. Am 12. April 2017 sorgte er beim 1:2 gegen Real Madrid mit einer Torwart-Gala dafür, dass die Münchner Chancen auf das Halbfinale nicht schon nach dem Viertelfinal-Hinspiel Geschichte waren. Der FC Bayern schied eine Woche später in Madrid trotzdem aus, Neuer brach sich den Mittelfuß – und musste nach einer weiteren Verletzung bis kurz vor der desaströsen WM 2018 pausieren.

Seitdem gibt es um den Erfolgsgaranten des WM-Triumphs 2014 immer wieder Diskussionen, ob er die außergewöhnliche Klasse der Hochzeit noch besitzt. „Für mich ist Manuel immer noch der beste Torwart der Welt. Wenn man sieht, welche Ruhe er am Ball hat und wie er da hinten rauszockt, das ist richtig stark“, sagte Teamkollege Leon Goretzka. „Deswegen steht der bei mir mit Sicherheit nicht infrage.“

Neuer, der erstmals am 18. September 2007 noch mit Schalke beim 0:1 gegen den FC Valencia in der Champions League spielte, will es allen beweisen. Der Belgier Thibaut Courtois (Real Madrid), der Spanier David de Gea (Manchester United) oder Frankreichs Hugo Lloris (Tottenham Hotspur) sind nach Einschätzung von Neuer die internationale Garde, mit der er sich messen muss. „Ich will denen schon zeigen, dass ich’s auch noch kann“, kündigte der 84-malige Nationalspieler an. „Ich bin nicht satt.“ Eine Kostprobe kann er im Duell mit dem brasilianischen Weltklassekollegen Alisson Becker vom FC Liverpool geben.