Fußball

Fußball Aufsteiger von „Club“-Fans am Vereinsgelände frenetisch bejubelt / Trainer Köllner: „Haben den Leuten etwas zurückgegeben“

Nürnberg feiert – und plant für die Bundesliga

Archivartikel

Nürnberg.In einer Szene-Bar im Herzen der Stadt machten die Nürnberger Rekordaufsteiger die Nacht zum Tag. Berauscht von ihrer achten Rückkehr in die Bundesliga tranken, tanzten und sangen sich die fränkischen Fußball-Helden die vier bleiernen Jahre in der Zweitklassigkeit aus den Gliedern. Ein Meer aus tausenden „Club“-Fans hatte Erfolgstrainer Michael Köllner und seine Mannschaft in der Nacht zum Montag am Vereinsgelände euphorisch empfangen. „Das Wichtigste war, dass wir den Leuten etwas zurückgeben konnten, dass wir für Nürnberg und Franken ein neues Lebensgefühl vermittelt haben“, sagte Köllner, nachdem die feucht-fröhliche Busfahrt am Valznerweiher geendet hatte. Seine Mannschaft habe sich sogar „ein Stück weit unsterblich“ gemacht. „Weltklasse, es gibt kein besseres Gefühl“, meinte Kapitän Hanno Behrens.

Der „Club“ ist wieder zurück – und wie! Köllner hat in seiner ersten kompletten Saison als Chef am Spielfeldrand ein Team mit Zukunft und positiven Attributen geformt: flexibel, offensiv und einsatzfreudig. Der zweitbeste Sturm der 2. Liga will nun auch als Meister aufsteigen. „Die Schale am Ende in der Hand zu halten, wäre ein schöner Bonus. Dafür werden wir noch mal Gas geben“, versicherte Behrens.

Selbst wenn die Party-Prognosen zwischen einigen Tagen (Behrens) und sogar zwei Wochen (Tobias Werner) variierten – die Planungen für die nächste Saison im Oberhaus laufen längst. „Wenn wir eine Chance haben wollen, den einen oder anderen Punkt zu ergattern, dann müssen wir das wieder über eine gute geschlossene Mannschaftsleistung machen, über einen stabilen Kern“, erzählte Manager Andreas Bornemann. „Das hat die Mannschaft über die gesamte Saison getragen.“

Der Kern besteht unter anderem aus Abwehrchef Ewerton, Behrens und Top-Stürmer Mikael Ishak. Mittelfeldspieler Kevin Möhwald wird den FCN hingegen nach drei Jahren verlassen. „Wir gönnen ihm den nächsten Schritt“, sagte Bornemann über den 24-Jährigen, der wohl zu Werder Bremen wechselt.