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Fußball Schalke nimmt 1:1 gegen Köln gelassen hin

Nur kurz ganz oben

Archivartikel

Gelsenkirchen.Der Ärger über den Last-Minute-Schock war schnell verraucht. Die in der Nachspielzeit vertane Chance, erstmals seit neuneinhalb Jahren wieder die Bundesliga-Spitze zu erobern, konnte die gute Stimmung beim FC Schalke nur für kurze Zeit trüben. „Es wäre schön gewesen, dass man da mal runter lacht für einen kurzen Moment, aber im Endeffekt ist es auch scheißegal“, kommentierte Torjäger Guido Burgstaller nach dem 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Köln. Ähnlich gelassen bewertete Trainer David Wagner den späten Ausgleichstreffer von FC-Kapitän Jonas Hector: „Ich kann Enttäuschungen relativ schnell ablegen – genau wie Glücksgefühle.“

Es passte ins Bild der neuen Schalker Harmonie, dass auch die Anhänger des von Wagner reanimierten Revierclubs nach erstem Frust positiv reagierten und das Team am Ende der umkämpften Partie mit Applaus bedachten. „Für die Fans, für uns, für den ganzen Verein wäre es großartig gewesen, wenn wir das Spiel gewonnen hätten und an der Tabellenspitze gewesen wären“, sagte Mittelfeldspieler Omar Mascarell, verwies aber umgehend auf den positiven Trend der vergangenen Wochen: „Wir haben da oben alle dieselbe Punktzahl. Wenn du genauso viele Punkte wie der Tabellenführer hast, heißt das, dass du gut arbeitest.“

Anders als die Schalker feierten die Kölner das 1:1 wie einen Sieg. So sprinteten Trainer Achim Beierlorzer und Torhüter Timo Horn nach dem Schlusspfiff fast über den ganzen Platz, um sich bei Torschütze Hector zu bedanken. Nach zuletzt drei Niederlagen mit 0:9 Toren machte sich große Erleichterung breit: „Für uns war es ein außerordentlich wichtiger Punkt und von großer Bedeutung, den Glauben an die eigene Stärke zu bewahren“, befand Beierlorzer.

Mit großer Leidenschaft setzte das Team den Wunsch des Trainers nach einer höheren Laufleistung als beim bitteren 0:4 eine Woche zuvor gegen Hertha BSC um. Und hätte Schalke-Keeper Alexander Nübel nicht bei gleich drei Großchancen der Kölner prächtig reagiert, wäre sogar der zweite Saisonsieg möglich gewesen. dpa