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Fußball Vor Relegationsspielen gegen Holstein Kiel

Offene Baustellen in Wolfsburg

Wolfsburg.Beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg herrschte schon vor den Relegationsspielen gegen Holstein Kiel Alarm. Am Dienstag musste die Volkswagen-Arena wegen eines Feueralarms komplett geräumt werden. Dadurch verzögerte sich auch die planmäßige Pressekonferenz mit Trainer Bruno Labbadia vor dem Relegations-Hinspiel am Donnerstag (20.30 Uhr) um eine gute halbe Stunde. Grund für die Arena-Räumung war ein defekter Kühlschrank.

Nachdem sich die Aufregung gelegt hatte, versuchten sich die Niedersachsen wieder aufs Sportliche zu konzentrieren. Aber der Einsatz von Kapitän Paul Verhaegh für die Partie gegen Holstein Kiel entscheidet sich erst im Abschlusstraining am Mittwoch. „Ich muss testen, ob es mit dem Schutz geht. Dann wird man auch sehen, ob ich überhaupt spielen kann“, sagte der niederländische Abwehrspieler am Dienstag.

Verhaegh hatte sich beim 4:1 am letzten Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FC Köln eine Platzwunde am Kopf zugezogen und war mit zehn Stichen genäht worden. Im Training trägt der 34-Jährige nun eine Art Schutzhelm, den er auch am Donnerstag anziehen müsste. „Das ist ein bisschen so wie bei Petr Cech“, witzelte Verhaegh. Auch der frühere tschechische Nationalkeeper Cech spielt seit Jahren mit einem entsprechenden Kopfschutz.

Didavi auf der Kippe

Unklar sind zudem die möglichen Einsätze von Daniel Didavi und Igancio Camacho. „Daniel hat weiterhin die Probleme. Sein Einsatz steht auf der Kippe“, sagte Trainer Bruno Labbadia. Didavi plagen seit einiger Zeit Achillessehnenprobleme. Etwas besser sieht es beim Defensivspezialisten Camacho aus. „Bei ihm hoffe ich, dass er im Kader sein kann“, sagte Labbadia. Der Spanier Camacho war nach einem Muskelfaserriss in der vergangenen Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Labbadia stellte sich zudem vor Divock Origi. Der Stürmer hatte am Wochenende erklärt, Holstein Kiel nicht zu kennen. „Das muss man einem ausländischen Spieler zugestehen. Ich kann versichern: Er weiß jetzt, wer Holstein Kiel ist“, sagte der Trainer. Verhaegh meinte dazu: „Das ist vielleicht nicht so super gelaufen. Normalerweise sollte man den Verein kennen, wenn man ein bisschen den Fußball verfolgt.“ Insgesamt nahm aber auch der Kapitän seinen Mitspieler in Schutz.