Fußball

Fußball 62-Jähriger löst Vertrag mit Red Bull auf

Rangnick schließt das Buch

Archivartikel

Leipzig.Mit einem Dank an die Mitarbeiter und Milliardär Dietrich Mateschitz beendete Ralf Rangnick seine Mission bei RB Leipzig und dem Red-Bull-Konzern. Der Architekt, Stratege und Vordenker löste seinen noch bis Sommer 2021 laufenden Vertrag mit sofortiger Wirkung auf. „Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, meine Tätigkeit bei Red Bull zu beenden“, ließ der einstige Cheftrainer, Sportdirektor und zuletzt Head of Sport and Development Soccer über den Konzern mitteilen.

Die gescheiterten Verhandlungen mit dem AC Mailand haben wohl bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen. Die verpasste Chance des ehrgeizigen 62-Jährigen auf den Job bei den Rossoneri war für eine Fortsetzung in den eigenen RB-Reihen plötzlich schlecht darstellbar. Immerhin hatte es schon vor dem geplatzten Deal in Mailand Gespräche über ein vorzeitiges Ende des Engagements beim Brausehersteller gegeben. Das Tischtuch war quasi schon durchschnitten, ehe die Verhandlungen mit Milan abgebrochen waren.

Vor gut einer Woche sprach Rangnick vom falschen Zeitpunkt und einem nicht vorhandenen Momentum, was angesichts der aktuellen Milan-Erfolgsserie auch richtig war. So hätte ihn auch eine normale Rückkehr in den Konzern-Job als Aufpasser für die RB-Außenstellen in Brasilien und New York nicht erfüllt. Zumal auch noch sein Traumziel Premier League realistisch ist. Die Basis dafür hat er nun mit seinem vertraglichen Rückzug geschaffen.

Zwar war der gelernte Sport-Englisch-Lehrer zuletzt omnipräsent in seiner selbst ins Leben gerufenen Bildungs-Stiftung – ohne Fußball geht es aber nicht. In fünf Jahren als Trainer etablierte er die TSG Hoffenheim in der Bundesliga. Danach kam er nach einer Zwischenstation auf Schalke 2013 zu RB und führte die Salzburger als Sportdirektor zu zwei österreichischen Meisterschaften. Anschließend übernahm er bei den Rasenballsportlern in Leipzig und führte den Club in Doppelfunktion als Trainer und Sportdirektor in die Bundesliga. dpa

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