Fußball

Fußball Leipzigs Sportdirektor hat Gehaltsgefüge im Blick

Rangnick will keinen Top-Transfer

Leipzig.RB Leipzig wird künftig mit den eigenen Profis möglicherweise nur noch in den Transferperioden verhandeln, für Neuzugänge bleibt eine finanzielle Grenze bestehen. Ein 40-Millionen-Transfer mache keinen Sinn, „denn dahinter steht auch noch mal ein Spielergehalt, das in der Regel mit solch einer Ablöse korreliert“, sagte Sportdirektor Ralf Rangnick in einem Interview des Fachmagazins „Kicker“: „Und dann kommt wieder unser Gefüge ins Spiel, welches wir definitiv nicht in die Luft jagen werden.“

Sprich: Die selbst auferlegte Gehaltsobergrenze des aktuellen Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga. Diese liegt derzeit bei 4,5 Millionen Euro, eine Erhöhung ist jedoch nicht unwahrscheinlich.

Bisher teuerster Einkauf der Leipziger ist Kevin Kampl. Der Mittelfeldspieler kam im Sommer 2017 für etwa 20 Millionen Euro aus Leverkusen. Für kommende Verpflichtungen stehe dem Verein eine klar vorgegebene Summe zur Verfügung, sagte Rangnick, ohne diese zu nennen. Bei einer erneuten Teilnahme an der Champions League kämen zu dieser 20 Millionen Euro dazu.

Verhandlungen im Hintergrund

Verlassen wird RB in diesem Sommer nach bisherigem Stand nur Naby Keita. Der Mittelfeldspieler wechselt zum FC Liverpool, das Transfervolumen soll sich auf 70 bis 75 Millionen Euro belaufen. Verträge von anderen Leistungsträgern wurden bereits vorzeitig verlängert. Mit anderen laufen Gespräche.

Darunter auch mit Timo Werner. Der Vertrag des deutschen Nationalstürmers ist gültig bis Ende Juni 2020. Im Sommer könnte das Interesse am Torjäger durch die WM in Russland noch einmal gesteigert werden, Rangnick erteilte aber schon jetzt allen weiteren Spekulationen eine Absage. „Timo weiß auf jeden Fall, dass er jetzt und auch in der nächsten Saison noch bei uns spielt“, sagte er. Auf die Frage, ob er ganz sicher sei, dass Werner auch 2018/2019 für RB spiele, antwortete Rangnick: „Ja. Und wir sind auch da in Gesprächen, seinen Vertrag anzupassen und zu verlängern.“

Um Spieler durch laufende Gespräche aber nicht abzulenken, werden diese Verhandlungen künftig möglicherweise nicht mehr während der laufenden Spielzeit geführt werden, sondern in der Sommer- und Winter-Transferperiode. dpa