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Fußball Einstimmige Entscheidungen beim Kreisfußballtag

Reiner Held soll mit Team weitermachen

Archivartikel

Zotzenbach.Das eingespielte Duo an der Spitze führt die 20 000 Fußballer im Kreis Bergstraße auch in den nächsten vier Jahren. Beim Kreisfußballtag in Zotzenbach ist am Samstag der 64-jährige Bürstädter Reiner Held ohne Gegenstimme als Fußballwart bestätigt worden. Auch sein Stellvertreter Martin Wecht (Rimbach), seit 2012 im Amt, erhielt das uneingeschränkte Vertrauen der Delegierten, ebenso Kassenwart Wolfgang Helfrich (Elmshausen).

Überhaupt kennzeichnete Einmütigkeit die Personalentscheidungen. Die Berufung in den Kreisfußballausschuss von Ramona Bitsch (Referentin für Frauenfußball), Carlo Favorite (Koordinator für Qualifizierung), Jörg Ballweg (Ehrenamtsbeauftragter) und Markus Karrasch (Pressewart) war Formsache, ebenso die Bestätigung des Jugendausschusses mit Tobias Kleiner an der Spitze und die Wahl des Sportgerichtes mit Vorsitzenden Rainer Beckerle sowie den Beisitzern Gerhard Ripper, Klaus-Jürgen Weißmüller, Jakob Hirschberg, Uwe Oberle und Klaus Reibold. Lediglich eine Enthaltung gab es bei der Bestätigung des Schiedsrichterausschusses um Obmann Karlheinz Dörsam.

31 Clubvertreter fehlen

Die Tagung in der Trommhalle war vom FSV Rimbach unter Corona-Bedingungen exzellent vorbereitet worden, dennoch schickten lediglich 45 der 76 Bergsträßer Clubs Delegierte. Einerseits könne er das Fernbleiben wegen Corona nachvollziehen, andererseits nicht, wenn andere Gründe vorlägen und 28 Vereine es nicht einmal für nötig hielten, im Vorfeld abzusagen, sagte Held: „Wir treffen uns nur alle viereinhalb Jahre, da sollte es möglich sein, dass jemand kommt.“ Held will Ursachenforschung betreiben und auf die fehlenden Clubs zugehen.

Corona bleibt Dauerthema

Das Stichwort Corona zog sich wie ein Roter Faden durch die Beiträge der Gastredner Torsten Becker (Vizepräsident Recht und Satzung des hessischen Verbandes), Gottfried Schneider (scheidender Vorsitzender des Kreistages), Holger Schmitt (Bürgermeister Rimbach), Günter Bausewein (Sportkreisvorsitzender) und Michael Sobota (Regionalbeauftragter Darmstadt). Es sei keinesfalls sicher, dass die Saison zu Ende gespielt werden könne, so Sobota: „Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge.“ Becker verwies auf ein Fußballspiel in Hessen, wo mehr als die erlaubten 250 Zuschauer waren und das aus diesem Grunde von der Polizei abgebrochen wurde. Bausewein wiederum berichtete von einem Fall, wo offenbar zu viele Spielerinnen zweier Sportmannschaften nach einer Partie in einer Kabine waren, dabei den Mindestabstand nicht einhielten. Das wurde bei der Verwaltung der betreffenden Kommune angezeigt.

Abgestimmt wurde viel in den 90 Minuten, und erst die letzte der acht Entscheide – zuvor wurden unter anderem noch Sascha Wilke und Rainer Beckerle zu Bergsträßer Vertretern beim Regional-Sportgericht bestimmt, sie lösen Rolf Herbold ab – brachte die ersten Gegenstimmen. 2024 wollen sich die Bergsträßer Fußballer beim FC Odin Unter-Schönmattenwag treffen, der sein Hundertjähriges feiert. Zwei Ried-Clubs votierten dagegen. all

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