Fußball

Fußball Leverkusen in Glasgow, Wolfsburg gegen Donezk

Reise ins Ungewisse

Archivartikel

Frankfurt.Fußball-Fest in Glasgow, Geisterkulisse in Wolfsburg: Ungeachtet der vielen Fragen angesichts der sich weiter ausbreitenden Coronakrise wollen sich Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg in den Hinspielen der Europa-League-Achtelfinals am Donnerstag eine gute Ausgangsposition verschaffen. Vor allem die Leverkusener möchten die normale Atmosphäre mit Zuschauern auf den Rängen noch einmal genießen, bevor am Wochenende alle Spiele in der Fußball-Bundesliga unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden.

Auf eine stimmungsvolle Atmosphäre darf sich Bayer Leverkusen gefasst machen. Im für seine tolle Stimmung bekannten Ibrox Stadium treten die Rheinländer bei den Glasgow Rangers an (21 Uhr/RTL). Doch so recht weiß niemand, was Bayer in Schottland erwartet. Trainer Peter Bosz und Sportdirektor Simon Rolfes spielten in ihrer langen Karriere als Profi und Funktionär nie im Ibrox. Die einzige Erfahrung von Sportchef Rudi Völler als Spieler mit Olympique Marseille ist fast 28 Jahre her. Seit 17 Europacup-Heimspielen sind die von Liverpool-Ikone Steven Gerrard trainierten Rangers ungeschlagen. „Ich habe selbst nie da gespielt, aber die Stimmung ist sicher fantastisch“, sagte Rolfes. Das Rückspiel eine Woche später in Leverkusen wird auf jeden Fall ein Geisterspiel.

„Sportlich unangenehm“

In Wolfsburg ist das schon am Donnerstag der Fall. Die Partie gegen Schachtjor Donezk aus der Ukraine (21 Uhr/DAZN) wird wegen der Coronakrise ohne Zuschauer ausgetragen.

„Rein sportlich finde ich das unangenehm. Wenn ich das aber als Bürger betrachte, ist das unumgänglich, um der Gesundheit der Bevölkerung Rechnung zu tragen“, sagte der Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke (Bild). „Ich glaube, dass es keine andere Entscheidung hätte geben sollen.“ dpa (BIld: dpa)