Fußball

Fußball Britische Regierung unterstützt Premier League

Rückkehr am 12. Juni?

Archivartikel

London.Englands Fußball-Fans blicken in diesen Tagen neidisch nach Deutschland, und auch britische Medien registrierten den Entschluss zur Fortsetzung der Bundesliga anerkennend. Im Laufe der Jahre habe man sich an den Erfolg des deutschen Fußballs auf dem Platz gewöhnt, kommentierte der Sender BBC, aber die Wiederaufnahme der Saison fühle sich an wie „ein Sieg für ihre klare, detaillierte und vor allem gemeinsame Planung außerhalb des Platzes“.

Gleichzeitig steigt die Hoffnung, dass der Ball auch in der Premier League bald wieder rollt. Die Aussichten dafür sind offenbar gut. Medien spekulierten schon länger über eine Wiederaufnahme ab Mitte Juni hinter verschlossenen Türen. Nun berichtete die Zeitung „The Times“, die Regierung unterstütze Pläne für einen Saison-Restart am 12. Juni. Am Sonntag will Premierminister Boris Johnson Pläne für die Lockerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus vorstellen. Schon am Montag könnten die Liga-Verantwortlichen eine Entscheidung treffen.

Viele Partien im Free-TV?

In der Premier League, wo Spitzenreiter FC Liverpool die Tabelle mit 25 Punkten Vorsprung anführt, sind noch 92 Partien zu spielen. In der zweitklassigen Championship sind es 108. Vorausgesetzt die Regierung erteilt ihre Zustimmung und die Clubs einigen sich, könnten bis Ende Juli täglich drei bis vier Spiele zu verschiedenen Anstoßzeiten stattfinden. Anders als in England üblich sollen laut „Times“ fast alle Partien live gezeigt werden, ein Großteil sogar im Free-TV.

Doch nicht alle Beteiligten sind vom „Project Restart“ überzeugt. An dem vorliegenden Sicherheitskonzept sollen mehrere Vereinsärzte erhebliche Zweifel geäußert haben. Obendrein droht unter den Vereinen ein Streit um die Austragungsorte. Es gilt als sicher, dass die Clubs ihre verbleibenden Partien auf neutralem Grund spielen werden. dpa