Fußball

Fußball Wolfsburg ist unter Glasner noch ungeschlagen

Ruhiger Abend für die TSG 1899?

Archivartikel

Wolfsburg.Was hat es nicht schon alles für Proteste gegen die Montagabendspiele in der Fußball-Bundesliga gegeben. Mal flogen von den Tribünen Tennisbälle auf den Platz, mal wurde dort in tausende von Trillerpfeifen geblasen. In Frankfurt stand bis kurz vor dem Anpfiff sogar mal ein kompletter Fanblock direkt am Spielfeldrand. Bei der Partie VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim (Montag, 20.30 Uhr/DAZN) dürfte es diesmal etwas ruhiger zugehen.

Es ist das erste Montagabendspiel der neuen Saison, und beide Fanlager gelten nicht gerade als besonders heißblütig. Auch Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner sagte am Sonntag noch unter dem Eindruck des Europa-League-Spiels gegen PFK Olexandrija: „Dass wir am Montag spielen, ist sogar gut für uns, weil wir einen Tag mehr für die Regeneration haben. Ich mache mir allerdings generell wenig Gedanken über die Spielansetzungen und nehme es, wie es kommt.“

Besonders für den VfL gilt: Einerseits sind späte Abendspiele ein Problem, andererseits auch ein sportliches Ziel. Das war schon am Donnerstag zu sehen, als der Europa-League-Auftakt gegen Olexandrija (3:1) vor nur 10 000 Zuschauern in einer nicht einmal halbvollen Arena stattfand. Solche Spiele sind weder familienfreundlich noch mit der Spätschicht im nahen VW-Werk zu vereinbaren. Trotzdem sind sie für Wolfsburg wie Hoffenheim sportlich sehr attraktiv. Beide wollen auch in dieser Saison wieder um die Europa-League-Plätze mitspielen.

„TSG hat Europa-Anspruch“

„Die Liga ist sehr eng. Drei bis vier Mannschaften werden sicher vorne bleiben, aber dahinter ist es sehr eng“, sagte Glasner am Sonntag. „Auch die TSG Hoffenheim hat den Anspruch, um die europäischen Plätze mitzuspielen. Ihre Ergebnisse spiegelten zuletzt nicht immer den Spielverlauf wider.“ Der Österreicher auf der Wolfsburger Bank steht in dieser Saison vor einer ähnlichen Aufgabe wie sein Kollege Alfred Schreuder in Hoffenheim: Beide beerbten im Sommer äußerst erfolgreiche Vorgänger und vermitteln ihren Teams nun ihre eigenen Spielideen. Beim VfL verläuft dieser Prozess bislang erfolgreicher, denn unter Glasner sind die Niedersachsen noch ungeschlagen.