Fußball

Fußball Zweitligist freut sich auf Derby beim VfB Stuttgart

Sandhausen holt Röseler

Archivartikel

Sandhausen.Kaum ist die 40-Punkte-Schallmauer durchbrochen, vermeldet der SV Sandhausen seinen ersten Neuzugang für die neue Spielzeit in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Verpflichtung von Innenverteidiger Nils Röseler wurde am Tag vor dem Spiel am Mittwoch (18.30 Uhr) beim VfB Stuttgart bekanntgegeben. Der 28-Jährige kommt vom niederländischen Erstligisten VVV-Venlo und unterschrieb am Hardtwald für zwei Jahre. Sandhausens Trainer Uwe Koschinat sagt: „Die gute Mischung aus ausgeprägter Körperlichkeit und seinem gepflegten Aufbau haben uns überzeugt. Da erhoffen wir uns eine Weiterentwicklung für unser Spiel.“

Vorrangig wollte der Chefcoach vor dem 32. Spieltag aber nicht über die Kaderplanung sprechen. Sein Fokus liegt immer noch auf dem Liga-Alltag – und das hat einen guten Grund: Der formstarke SVS hat die beste Platzierung im Unterhaus der Geschichte im Blick. Ein Erfolgserlebnis im schwäbisch-kurpfälzischen Duell würde helfen, die Ziele weiterzuverfolgen. Nachdem Sandhausen am Freitag schon dem designierten Aufsteiger Arminia Bielefeld einen Punkt abgetrotzt hatte, würde Koschinat gerne einem weiteren Aufstiegsaspiranten ein Bein stellen. Ein Drehbuch dafür hat er im Kopf: „Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es hilft, wenn man früh in Führung geht. Danach kann man sich auf die Verteidigung konzentrieren.“

Respekt vor angeschlagenem VfB

Da der VfB in den vergangenen Wochen nicht immer überzeugte, nur zwei Siege seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs eingefahren hat und am Sonntag mit 1:2 gegen das Kellerkind Karlsruher SC verlor, wittert Koschinat eine Chance: „Wir haben eine gute Ausgangslage. Der Spielplan spielt uns sicher in die Karten, denn wir hatten die längstmögliche Regenerationszeit. Für uns ist das ein Highlight-Spiel.“ Gleichzeitig mahnt der 48-Jährige: „Es wäre ein Fehler, zu glauben, dass sich der VfB nicht bestmöglich präsentieren wird. Sie haben eine klare Zielsetzung: den Aufstieg.“

Auch Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo, der auf Daniel Didavi verzichten muss, warnt sein Team: „Der SVS ist eine Mannschaft mit breiter Brust, sozusagen die Mannschaft der Stunde. Wir haben eine schöne Aufgabe vor uns.“ 

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