Fußball

Fußball Vereinsrekord nach dem 5:0-Torfestival gegen Köln

SC Freiburg schwebt in völlig neuen Sphären

Freiburg.Eine solche Entscheidung hat Christian Streich nach eigenen Worten noch nie zuvor getroffen. Vor dem Spiel beim FC Bayern München am nächsten Sonntag habe er der Mannschaft zum ersten Mal gleich drei freie Tage spendiert, sagte der Trainer des SC Freiburg nach dem furiosen Fußball-Nachmittag inklusive eines Vereinsrekords gegen den 1. FC Köln amüsiert. Es klingt irgendwie passend. Schließlich gibt es gerade so einiges, was der dienstälteste Bundesliga-Coach mit den Badenern zum ersten Mal kennenlernt.

„Wann erleben wir das mal?“, fragte der 55-Jährige und sprach von dem 5:0-Torfestival, das es in diesem Ausmaß in seinen neun Jahren als Cheftrainer noch nie gegeben hatte. Streich wäre aber nicht Streich, wenn er nicht zugleich beschwichtigen würde: „Das ist dann einfach mal ein schöner Tag, aber mehr ist es auch nicht.“

Dabei war dem Sport-Club seit gut 20 Jahren kein 5:0 in der Bundesliga gelungen. Seit dem 9. Dezember 2000, als die Freiburger den VfL Bochum so deutlich deklassierten wie nun am Samstag die desolaten Kölner. Der Trainer hieß damals Volker Finke, er vertraute auf Spieler wie Torschütze Alexander Iaschwili.

Anders als diese längst vergangene Ära des Sport-Clubs ist es gerade einmal sieben Wochen her, dass sich Streich in einer ganz anderen Gemütslage befand. Nach dem ernüchternden Auftritt beim 1:3 gegen den FSV Mainz 05 hatte der 55-Jährige seinen Ton verschärft. Die Pleite gegen den Abstiegskandidaten wirkt im Nachhinein wie ein Weckruf, auf den eine inzwischen eindrucksvolle Entwicklung mit sieben ungeschlagenen Spielen und nun fünf Bundesliga-Siegen nacheinander folgte. Nur vom Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart vor Weihnachten wurde die Serie getrübt.

Dass der fünfte Sieg nacheinander eine Vereinsbestmarke bedeutet, war Streich unwichtig. „Um Rekorde geht es gar nicht“, stellte er klar. „Wichtig ist, dass wir eine gute Entwicklung haben“. Nach dem Vorrücken auf Tabellenplatz acht durfte der Coach beispielsweise bilanzieren, dass die Last nicht allein auf den Schultern des italienischen Nationalspielers Vincenzo Grifo liegt, der am Aufschwung erheblichen Anteil hatte. 

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