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Fußball Mögliche Bürgschaft des Landes / Gehälter gedeckelt

Schalke plant Obergrenze

Gelsenkirchen.Sportlich auf Talfahrt, finanziell unter Druck – in Zeiten der Not geht der FC Schalke offenbar neue Wege. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ führt der Tabellen-Zwölfte als erster Bundesliga-Club eine Gehaltsobergrenze für Profis ein. Demnach soll kein neuer Spielervertrag 2,5 Millionen Euro Jahresgehalt überschreiten.

Am Montagabend wurde zudem bekannt, dass das Land Nordrhein-Westfalen dem angeschlagenen Club eine Bürgschaft von 40 Millionen Euro gewähren will. Das berichtet das „Handelsblatt“. Schalke hatte für das Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro vermeldet. Das Landesfinanzministerium wollte mit Verweis auf das Bürgschaftsgeheimnis dazu nicht Stellung nehmen.

Klarheit wohl am Mittwoch

Viele Beobachter hatten vor Kenntnis der möglichen Bürgschaft den mutigen Schritt des Gehaltsverzichtes als Demutsgeste gewertet, andere als ökonomische Notwendigkeit und manche als Kapitulation im Kampf um sportliche Konkurrenzfähigkeit. Der Verein wollte sich am Montag nicht dazu äußern und verwies auf ein Mediengespräch am Mittwoch.

Die Pläne der Schalker dürften die in der Corona-Krise neu entfachte Diskussion über eine Gehaltsobergrenze verstärken. Angesichts der hohen Einnahmeverluste der Vereine waren Forderungen nach massiven Veränderungen im finanziell überbordenden System Profi-Fußball laut geworden.

Vorstöße von Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann („Darüber müssen wir jetzt dringend nachdenken“) oder von DFL-Chef Christian Seifert und DFB-Präsident Fritz Keller stießen vielerorts jedoch auf Skepsis. 

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