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Fußball Im Gruppen-Gipfel bei Atlético Madrid könnte Dortmund den Gruppensieg perfekt machen / BVB-Flieger muss durchstarten

Schreckmoment beim Landeanflug

Madrid.Gruppen-Gipfel gegen Atlético Madrid, Liga-Hit gegen die Bayern – der BVB startet mit neuem Mut in die Woche der Wahrheit. Der Ausbau der Bundesliga-Tabellenführung am vorigen Spieltag hat den Glauben an die eigenen Fähigkeiten gestärkt. Schon ein Teilerfolg am Dienstag (21 Uhr) in Spanien könnte den Weg ins Achtelfinale der Champions League ebnen und den Schub für das Duell mit den Münchnern vier Tage später verstärken. „Das wird eine schöne und wichtige Woche für uns. Machen wir es gut gegen Atlético, wird es auch einfacher gegen die Bayern“, sagte BVB-Mittelfeldspieler Thomas Delaney.

Selbst der Schreckmoment beim Landeanflug auf den Flughafen der spanischen Hauptstadt, als der BVB-Flieger durchstarten musste und deshalb erst mit rund 30 Minuten Verspätung ankam, konnte die Vorfreude nicht schmälern.

Denn nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Bühne steht die Borussia derzeit glänzend da. Mit der makellosen Bilanz von neun Punkten führt sie die Tabelle der Gruppe A vor Madrid (6), AS Monaco (1) und dem FC Brügge (1) an. Nach dem 4:0-Kantersieg vor zwei Wochen daheim gegen das spanische Spitzenteam stehen zudem die Chancen gut, den bei Punktgleichheit wichtigen direkten Vergleich mit Atlético zu gewinnen. Mit einem weiteren Erfolg wäre nicht nur die Qualifikation für die K.o.-Phase, sondern auch der Gruppensieg bereits am 4. Spieltag perfekt.

Beim Versuch, auch das 16. Pflichtspiel dieser Saison ungeschlagen zu überstehen, wird die Borussia im 68 000 Zuschauer fassenden neuen Atlético-Stadion Metropolitano jedoch mächtig gefordert. In den vergangenen 19 Heimpartien auf europäischer Bühne gab es für Atlético nur eine einzige Niederlage. „Atlético hat das Hinspiel 0:4 verloren. Die werden das Spiel zu 100 Prozent angehen“, sagte Delaney.

Akanji erwartet „hartes Spiel“

Zudem brennt der Champions-League-Finalist von 2014 und 2016 sowie Halbfinalist von 2017 nach Einschätzung von Abwehrspieler Manuel Akanji darauf, sich für die demütigende Schlappe in Dortmund zu revanchieren: „Wir sind uns sicher, dass sie eine Reaktion zeigen wollen. Das wird ein hartes Spiel, darauf müssen wir uns zuerst vorbereiten.“ Ähnlich sieht es Michael Zorc. „Madrid wird sehr wütend in dieses Rückspiel gehen, nachdem ihre Niederlage im Hinspiel vielleicht auch ein bisschen zu hoch ausgefallen ist“, sagte der BVB-Sportdirektor.

Doch bei aller Konzentration auf das Duell mit den Spaniern geht der Blick aller Beteiligten zumindest ein Stück weit bereits Richtung Bundesliga-Klassiker. Schließlich würde der BVB seinen Vorsprung auf den Erzrivalen aus München mit einem Sieg auf sieben Punkte ausbauen. „Ich hoffe, dass wir aus Madrid Selbstvertrauen mitnehmen und dass sich keiner verletzt. Dann können wir gegen die Bayern mit guter Kapelle und großer Motivation die Aufgabe angehen“, kommentierte Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl. Sorge, dass sich seine Profis trotz aller Warnungen für die kommende Aufgabe schonen könnten, hegt Lucien Favre nicht: „Wir haben eine gute Mentalität auf dem Platz, wenn wir spielen. Das ist das Wichtigste.“ dpa

Info: Video unter morgenweb.de/fussball

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