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Fußball VfB Stuttgart will gegen Bremen endlich überzeugen

Schwache Schwaben

Archivartikel

Stuttgart.Null Siege, zwei Punkte aus fünf Spielen, Tabellenplatz 17: So lautet die ernüchternde Bilanz des hoffnungsvoll in die Saison gestarteten VfB Stuttgart. Verlieren die Schwaben am Samstag gegen Werder Bremen erneut, wird der Druck auch auf Trainer Tayfun Korkut weiter wachsen. Mit Trotz und Optimismus will der 44-Jährige die Wende schaffen: „Wir dürfen nicht anfangen zu zweifeln. Wir müssen den nächsten Anlauf nehmen, mit dem Druck, mit der Kritik, die da ist, mit allem, was zu dieser Situation gehört“, sagte Korkut. „Aber wir dürfen nicht von unserem Weg abgehen.“

Kaum ein anderer Fußball-Bundesligist hatte seinen Kader so früh beisammen wie der VfB. In Daniel Didavi, Gonzalo Castro oder Pablo Maffeo waren Sportvorstand Michael Reschke vielversprechende Transfers geglückt. Es war klar, dass Korkut daran gemessen würde, ob er diese ambitionierte Mannschaft spielerisch weiterentwickelt. Das ist ihm bisher nicht gelungen, aus Sicht von Korkut fehlt die Stabilität. Sein pragmatisches Spielkonzept, mit dem er den VfB eindrucksvoll zum Klassenverbleib geführt hatte, greift nicht mehr. Der Trainer sucht noch seine ideale Formation, viele Spieler offenbar ihr Selbstvertrauen. Zudem patzten erfahrene Profis wie Verteidiger Holger Badstuber und Torhüter Ron-Robert Zieler.

Weiterer Schritt nach vorn nötig

Reschke stellte Korkut auch nach dem jüngsten 0:2 in Leipzig nicht infrage. Der Sportvorstand sagte aber auch: „Für uns ist wichtig, dass wir nach dem Spiel gegen Bremen alle das Gefühl haben, dass das ein gutes Spiel war und wieder ein Schritt nach vorne“. Sollten die Schwaben klar verlieren, dürfte es für Korkut eng werden. Unabhängig vom Ergebnis erwarten nun aber vor allem die Fans zumindest einen überzeugenden Auftritt ihres Teams. Denn den hatte es in Leipzig über weite Strecken auch nicht gegeben. dpa