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Fußball Routinier mit neuer Aufgabe bei Hochstätt Türkspor

Schwalls Gefallen

Archivartikel

Mannheim.Mit Rang zwölf hat der FC Hochstätt Türkspor in der Fußball-Kreisliga zum Zeitpunkt des Corona-Lockdowns einen Platz belegt, der zum Klassenerhalt gereicht hätte. Dennoch krempelt der Aufsteiger des Jahres 2019 vieles um und stellt sich für die nächste Saison neu auf. Für Trainer Yunus Kilic, der sich mit dem FC-Vorstand einvernehmlich getrennt hatte, wird in der nächsten Spielzeit Yasin Turan auf der Kommandobrücke stehen. Für Turan, der zuletzt die zweite Mannschaft in der B-Klasse betreut hatte, ist das eine Herzensangelegenheit: „Mein Vater ist seit über 25 Jahren hier im Verein engagiert. Mir ist es eine Ehre, für diesen Verein zu arbeiten.“

Neun gehen, acht kommen

Turan startete seine aktive Laufbahn beim SV 98/07 Seckenheim und wechselte in der C-Jugend zum FC Hochstätt Türkspor, wo er später im Herrenbereich spielte und danach Trainer bei der Reserve wurde. Für die kommende Saison muss er mit einem grundlegend neuen Kader rechnen. Neun Spieler verlassen den Verein, dafür kommen acht Neuzugänge, die für die nächste Saison einiges versprechen. „Wir haben einen Umbruch erlebt. Es geht darum, eine solide Mannschaft zu finden, die den Klassenerhalt schafft“, sagt Turan.

Der Königstransfer ist zweifelsohne Rene Schwall (Bild), der für den SV Waldhof Mannheim von 2004 bis 2010 insgesamt 158 Pflichtspiele absolvierte und nun vom Verbandsligisten VfR Mannheim an die Bezirkssportanlage nach Seckenheim wechselt. „Ich hatte viele Angebote bekommen, teilweise aus der Ober- und Verbandsliga, aber letztendlich wollte ich berufsbedingt kürzertreten und jemandem einen Gefallen tun, den ich über die letzten Jahre sehr schätzen gelernt habe“, erklärt Schwall seinen Zwei-Klassen-Sprung nach unten.

Weitere Hochkaräter

Die Rede ist von Nuri Tanis, Präsident beim FC Hochstätt Türkspor und gleichzeitig Sponsor beim VfR Mannheim, bei dem Schwall zuletzt gespielt hatte. „Wenn ich gewollt hätte, wäre ich noch fit gewesen für gutes Verbandsliga-Niveau. Für mich ging es aber darum, noch mal mit Spaß Fußball zu spielen“, will der 35-Jährige seinen Karriereausklang in der Kreisliga allmählich einläuten, lässt aber keinen Zweifel daran, dass er die Aufgabe professionell angeht: „Ich werde mich zu hundert Prozent engagieren.“

Auch Schwalls neuer Trainer Turan ist begeistert von der Verpflichtung: „Als erfahrener Spieler wird er mich unterstützen und viel Verantwortung übernehmen.“ Über Schwall, der in der Spielerberater-Branche tätig ist, war es zudem möglich, noch einige weitere Hochkaräter an Land zu ziehen. Berkan Demiröz kommt von der SG Kirchheim aus der Landesliga, auch Yunus Kavak, der aus Altlußheim zu Hochstätt wechselt, verfügt bereits über Verbandsliga-Erfahrung.

Der Blick beim FC Hochstätt Türkspor geht also nach vorn und durchaus auch nach oben. „Ich würde mich freuen, wenn wir aufsteigen“, verfolgt Schwall große Ziele, die sogar über die seines Trainers hinausgehen. 

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