Fußball

Fußball KSC-Trainer trotz zu vieler Gegentoren zufrieden

Schwartz sieht das Glas halb voll

Archivartikel

Karlsruhe.Über die Anzahl der Gegentore will KSC-Trainer Alois Schwartz eigentlich gar nicht so gerne reden. Ein Platz im Mittelfeld, drittbester Sturm, in Philipp Hofmann (4) den derzeit erfolgreichsten Torjäger der 2. Fußball-Bundesliga im Team – das alles würde ihm als Thema besser gefallen. Und dennoch: Neun Treffer kassierte die Abwehr des Karlsruher SC vor dem Aufsteiger-Duell am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim VfL Osnabrück schon. Nur die beiden Liga-Schlusslichter VfL Bochum (10) und SV Wehen Wiesbaden (11) ließen an den ersten vier Spieltagen mehr zu.

Ein Defensivproblem existiert nach Überzeugung von Schwartz beim Aufsteiger nicht. „Wir haben das eine oder andere Lehrgeld bezahlt, ja“, gab er aber zu. Vermeidbar, das räumte der 52-Jährige ein, sei mancher Torerfolg des Gegners gewesen. „Insofern müssen wir das auch richtig einordnen“, sagte der KSC-Coach und zählte auf: „Beim Auftakt in Wehen hat man das Spiel im Sack, war einfach nur froh und kriegt dann noch ein Gegentor – schade. Gegen Dresden ein Sonntagsschuss in der 45. Minute – so was passiert. In Kiel macht der Gegner mit seinem ersten richtigen Torschuss mit dem Halbzeitpfiff das Tor – das haben wir analysiert.“

Routine in der Innenverteidigung

Herz der Defensive sind die Innenverteidiger Daniel Gordon (34) und David Pisot (32). Die Ü-30-Abwehrspieler bildeten im Aufstiegsjahr in der Dritten Liga mit 38 Gegentreffern die drittbeste Defensive. Jetzt setzten sie sich in der Vorbereitung erneut gegen junge Herausforderer wie Christoph Kobald (22) durch.

Schwartz will weiter auf das Duo setzen: „Es wäre fahrlässig, es an den beiden festzumachen. Und ich glaube, es gibt ein paar andere Mannschaften, die im Moment gerne an unserer Stelle wären.“