Fußball

Fußball Mainzer Trainer plant für die neue Saison

Schwarz genießt das Vertrauen

Mainz.Sandro Schwarz wirkt zufrieden. „Es macht mich und mein Team stolz, dass wir die Ruhe und Gelassenheit bewahrt und den Klassenerhalt geschafft haben“, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 beim Abschlussgespräch mit Journalisten. Der 39-Jährige bezeichnet sich als „extrem ungeduldig und ich wollte zu viel sehr schnell“. Am Ende zahlte sich das Vertrauen in den Newcomer aus.

Mit Sport-Vorstand Rouven Schröder tüftelt Schwarz am Kader für die zehnte Erstliga-Saison der 05er in Serie. Am 24. Juni starten die Mainzer in die Vorbereitung. Während zweier Trainingslager an noch nicht feststehenden Orten soll die Fitness für einen gelungenen Start erarbeitet werden.

Missglückter Start

Die vergangenen beiden Spielzeiten waren für Mainz 05 nicht leicht. Permanente Unruhe in den Führungsebenen und die Furcht vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit sorgten für Unruhe und kein gutes Verhältnis zu den Anhängern. Auch der Start von Schwarz misslang. Erst die vom 05-Coach ausgerufene Endrunde brachte nach dem Desaster in Pokal und in der Liga gegen Eintracht Frankfurt die Wende zum Guten. „Da haben die Spieler und alle anderen gesehen, man kann auch mit Sandro Schwarz die Klasse halten“, erklärte der Coach, der sich endlich in seiner Geburtsstadt respektiert fühlt.

Das Vertrauen von Schröder und dem neuen Vorstandschef Stefan Hofmann trug zum Erfolg bei. Dass das Duo Schröder/Schwarz weiter macht, sorgt für Kontinuität. „Sandro und ich sind sehr nah beieinander und können doch gut streiten“, formulierte es Schröder.

Die Personalplanungen sind angelaufen. „Wir mussten ja lange warten. Bisher hing die Angel noch ohne Futter im Wasser“, sagte der Sportchef. Schwarz sucht vor allem Widerstandskämpfer. „Wir wollen die Atmosphäre der Endrunde in die neue Runde transportieren und die Neuen mit ins Boot nehmen.“

Der Wechsel von Suat Serdar zu Schalke 04 steht fest, dafür fließen rund elf Millionen Euro aufs 05-Konto. Von den ausgeliehenen Profis sollen Gaetan Bussmann (Freiburg) und Aaron Seydel (Kiel) zurückkommen. Über den Verbleib von Jannik Huth, Besar Halimi Kenan Kodro und Jose Rodriguez ist nicht entschieden.

Vom bisherigen Kader laufen nur die Verträge von Leon Balogun und Nigel de Jong aus. Der Niederländer will gerne bleiben, beim Nigerianer Balogun wird der Verlauf der WM in Russland Aufschluss bringen. Gelassen bleiben die Mainzer bei den umworbenen Yoshinori Muto und Jean-Philippe Gbamin: Beide haben keine Ausstiegsklausel für einen Wechsel nach dieser Saison. Abdou Diallo soll auch bei „unmoralischen“ Angeboten nicht abgegeben werden.