Fußball

Sportpolitik Einziger Kandidat sieht Fokus auf Breitensport

Schwimmer wählen Boss

Kassel/Freiburg.Der bislang einzige Präsidentschaftskandidat des Deutschen Schwimm-Verbandes, Marco Troll, will bei Amtsübernahme einen größeren Fokus auf den Breitensport und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen legen. „Wir brauchen im Hauptamt jemanden, der dieses Thema beackert“, sagte der 58-Jährige vor der Online-Mitgliederversammlung an diesem Samstag. „Es geht darum, dass wir eine starke Säule im Spitzenverband wollen. In dieser Säule soll es zum Beispiel um die Themen Schwimmen lernen, Gesundheit, Gesellschaft, Politik und die Festlegung von Mindeststandards in der Aus- und Fortbildung gehen.“

Kommunikations-Defizit

Die genannten Themen sind aus Sicht des Präsidenten des Badischen Schwimm-Verbandes bislang zu kurz gekommen. „Wir als Landesverbände sind seit längerer Zeit schon unzufrieden, wie der Deutsche Schwimm-Verband mit uns als Landesverbänden umgeht“, sagte der Freiburger. Troll wird nach eigenen Angaben von Harald Walter, dem Präsidenten des Bayerischen Schwimm-Verbandes sowie von Wolfgang Rupieper, dem Chef der Schwimmer in Brandenburg, und Claudia Bossmann aus Nordrhein-Westfalen unterstützt. Er hat damit mitgliederstarke und mächtige Landesverbände hinter sich.

Seit dem Rücktritt von Gabi Dörries 2018 hat der DSV keinen Präsidenten. Vizepräsident Uwe Brinkmann, der seit April 2017 dem Präsidium angehört und den DSV zuletzt mit anführte, kündigte bereits seinen Abschied aus den Führungsgremien des über 580 000 Mitglieder starken Dachverbandes an. dpa

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